Wulff gelingt Hattrick, zwei Tore von Moussa

07.11.2010

Zur Pause lag noch der höchste Oberligasieg des FC Anker im Bereich das Möglichen, denn zu diesem Zeitpunkt führte das Team von Trainer Timo Lange im Heimspiel gegen Schlusslicht Ludwigsfelder FC bereits mit 4:0. Zudem wurden weitere hochkarätige Möglichkeiten vergeben. Am Ende blieben die drei Siegpunkte zwar in Wismar, aber das Endergebnis lautete „nur“ 5:2.

Auf Grund der starken Regenfälle in den letzten Tagen musste diese Partie auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen werden. Und dort landeten die Hausherren einen Superstart, denn bereits in der 4. Minute lag die Kugel zum ersten Mal im Ludwigsfelder Gehäuse. Dennis Martens war auf der rechten Seite auf und davon, zog bis zur Grundlinie durch und Sissoko Moussa hatte keine Mühe einzunetzen. Und die Hansestädter setzten nach. Chancen für die Ankerelf nun im Minutentakt und nach schönen Zuspiel von Moussa traf Marcel Wulff zum ersten Mal an diesem Nachmittag. Bis zur 35. Minute ließ der Wismarer Angereifer noch zwei weitere Treffer folgen und machte dadurch seinen lupenreinen Hattrick perfekt. Gegen die vor der Pause enttäuschenden Gäste hatten die Platzbesitzer leichtes Spiel und erhielten vom Chefcoach auch einige Streicheleinheiten.

Doch obwohl Lange eindringlich vor dem Schlendrian gewarnt hatte, zog dieser doch in die Reihen der Ankerelf ein. Zwar dominierte das Heimteam auch weiter und hatte weitere gute Einschussmöglichkeiten, doch in der Abwehr taten sich einige Fehler auf, die die Gäste eiskalt ausnutzten. Mit der Einwechslung von Maximilian Schmidt für Martin Weller hatte LFC-Trainer Klaus Körnmüller einen klugen Schachzug gemacht, denn nachdem Schmidt den ersten Treffer selbst erzielt hatte, bereitete er dann auch noch das Tor von Ronis vor. Doch Schmidt wollte zu viel und nachdem er bereits kurz nach seiner Einwechslung gelb gesehen hatte, ging er in der 82. Minute erneut zu forsch in einen Zweikampf und sah durch die Ampelkarte. Unmittelbar zuvor hatte Sissoko Moussa, wieder nach Vorarbeit von Dennis Martens, mit seinem Treffer den 5:2-Endstand perfekt gemacht. Die letzte Möglichkeit in einem nun ausgeglichenem Spiel hatten noch einmal die Randberliner, aber nachdem sich Daniel Feller auf der rechten Angriffsseite bis zur Grundlinie durchgespielt hatte, zog Ronis die Kugel über das Ankertor.

„Natürlich freue ich mich über den klaren Sieg meiner Elf. In der 2. Halbzeit waren wir eindeutig zu nachlässig und sind dafür bestraft worden. Natürlich dürfen wir uns in den schweren nächsten Spielen in der Abwehr nicht solche Schnitzer erlauben“, so Lange.

FC Anker spielte mit: Höcker, Martens, Schameitke, Seering, Laumann, Rosinski (81. Gierahn), Niemeyer, Bröcker, Schnöckel, Wulff 70. Schiewe), Moussa (81. Bernwald)

von Lübecker Nachrichten