WittingerCup: Grevesmühlener FC erstmals Pokalsieger

20.12.2004


Mit dem Grevesmühlener FC hat sich die vierte Mannschaft in den Analen der Turnierstatistik eingeschrieben. Nach vier Siegen der TSG Wismar, zwei Erfolgen durch den FC Anker Wismar und dem Auftaktsieg durch Gastgeber Mecklenburg konnten sich erstmalig die Kreisstädter in die Siegerlisten eintragen.

Pokalverteidiger FC Anker Wismar im freien Flug nach unten

Die Fünf von Trainer Jürgen Rohloff konnte sich am Ende der 18 Turnierspiele verdient als Sieger durchsetzen, denn nur beim 2:2-Vorrundenspiel gegen den letztjährigen Sieger FC Anker Wismar hatte der Landesligist einige Probleme. Sebastian Namyslack konnte sich in diesem Spiel als zweifacher Torschütze auszeichnen. Zwar gelang dem GFC auch im letzten Gruppenspiel gegen die SG Groß Stieten nur ein torloses Remis, aber bereits vor diesem Spiel war klar, dass dem Landesligisten ein Remis zum Einzug in die nächste Runde reicht. Enttäuschend an diesem Abend war nur der Auftritt von Pokalverteidiger FC Anker Wismar. Zwar hatte es die Mannschaft vom Trainerduo Rietentiet/ Körner nach zwei Unentschieden selbst in der Hand mit einem Sieg gegen den SV Bad Kleinen in die Endrunde einzuziehen, doch dieses Vorhaben misslang völlig. Gegen den SV Bad Kleinen, mit Maik Niemann, Lars Sperling, Jan Gehde und Ronald Schäfer standen auf Bad Kleiner Seite gleich mehrere ehemalige Ankerspieler in der Aufstellung, geriet die Mannschaft innerhalb von zwanzig Sekunden durch Treffer von Sperling und Krentz mit 0:2 in Rückstand und konnte sich davon nicht mehr erholen, so dass die 1:3-Niederlage am Ende keine Überraschung mehr war. Einziger Lichtblick auf Ankerseite war dann nur die Tasache, dass die Mannschaft das Spiel um Platz Sieben gegen den Polizei SV gewann. Allderdings bewahrte hier nur ein Sieg im Neunmeterschießen den Pokalverteidiger vor der großen Blamage. In der Staffel B war bereits nach vier Vorrundenspielen alles entschieden. Die Gastgeber vom Mecklenburger SV und der Tabellenzweite der Bezirksliga, der VfL Blau Weiß Neukloster, konnten ihre beiden Auftaktspiele jeweils gewinnen, so dass es im letzten Vorrundenspiel nur noch um den Gruppensieg ging. Hier setzte sich dann der Gastgeber durch Tore von Keeper Michael Pieth, Birger Ortmann und Andy Protosowitzki bei einem Gegentor von Andreas Wilczek klar mit 3:1 durch.

Auch beim Überkreuzvergleich der Staffelersten blieben die blau weißen dann chancenlos und mussten sich dem Grevesmühlener FC mit 0:3 geschlagen geben, Torschützen Namyslack, Kacprzyk und Schmidt. Das, zumindest emotionale, Highlight war sicher das zweite Halbfinale zwischen dem Mecklenburger SV und der SG Groß Stieten. Nahm man die vorherigen Spiele zur Grundlage ging das Team aus Groß Stieten als Favorit in die Begegnung. Obwohl von ihren Fans im gesamten Turnierverlauf frenetisch angefeuert, am Ende gelang den Mecklenburgern ein knapper 1:0-Sieg, den Thorsten Henning mit einem verwandelten Freistoß erzielte. Obwohl zwei Minuten in Überzahl, die Fünf von Trainer Ullrich Meierfeldt kam nicht mehr zum Ausgleich und musste somit mit dem Spiel um Platz Drei vorlieb nehmen. In dieser Partie schien der Mitausrichter nach zwei schnellen Toren von Felix Ahlert wie der sichere Sieger auszusehen, doch die blau weißen kamen in der letzten Spielminute noch zum Ausgleich. Im Neunmeterschießen hatte die SG dann aber das Glück auf seiner Seite, und wurde von Ihren Fans mit Laola-Wellen gefeiert. Bei der Siegerehrung bedankte sich das Team dann mit einem Spruchband „Die Stietener bedanken sich bei den tollsten Fans“. Eine tolle Geste der Mannschaft. In der Jubelfeier für den 3. Platz des Stietener Teams ging dann das Finale fast unter. Immer noch angesäuert über die Halbfinalniederlage feuerten die Stietener Fans nun demonstrativ den GFC an, der sich auch zu keiner Phase überraschen ließ. Sebastian Namyslack und Adam Kawczynski schossen den verdienten Sieg der Elf von Jürgen Rohloff heraus. Ob die Partie anders ausgegangen wäre, hätte Michael Zucker seine Riesenchance zum 1:0 genutzt, blieb so hypothetisch.

Bernhard Knothe

Statistiken zum WittingerCup 2004:

Ergebnisse Vorrunde, Staffel A:
SV Bad Kleinen – Grevesmühlener FC 1:3, SG Groß Stieten – FC Anker Wismar 1:1, SV Bad Kleinen – SG Groß Stieten 0:1, Grevesmühlener FC - FC Anker Wismar 2:2, SG Groß Stieten – Grevesmühlener FC 0:0, FC Anker Wismar – SV Bad Kleinen 1:3

Endstand Gruppe A:
1. Grevesmühlener FC
5:3
5
2. SG Groß Stieten
2:1
5
3. SV Bad Kleinen
4:5
3
4. FC Anker Wismar
4:6
2


Ergebnisse Vorrunde, Staffel B:
Mecklenburger SV – Polizei SV Wismar 2:1, Poeler SV 1923 – VfL BW Neukloster 1:4, Mecklenburger SV – Poeler SV 1923 3:1, Polizei SV Wismar – VfL BW Neukloster 1:2, Poeler SV 1923 – Polizei SV Wismar 4:1, VfL BW Neukloster – Mecklenburger SV 1:3

Endstand Gruppe B:
1. Mecklenburger SV
8:3
9
2. VfL Blau Weiß Neukloster
7:5
6
3. Poeler SV von 1923
6:8
3
4. Polizei SV Wismar
3:8
0


Platzierungsspiele:

Platz 7+8
FC Anker Wismar – Polizei SV Wismar 4:3 n. 9-Meterschießen (1:1)
Torschützen: Rosinski/ Schimpf

Platz 5+6
SV Bad Kleinen – Poeler SV von 1923 4:0
Torschützen: Sperling (2), Schröder, Terragnolo

1. Halbfinale
Grevesmühlener FC – VfL BW Neukloster 3:0
Torschützen: Kacprzyk, Namyslack, Schmidt

2. Halbfinale
Mecklenburger SV – SG Groß Stieten 1:0
Torschütze: Henning

Platz 3+4
VfL BW Neukloster – SG Groß Stieten 4:5 nach 9-Meterschießen
Torschützen: M. Schmidt, Wilczek/ Ahlert (2)

Finale
Grevesmühlener FC – Mecklenburger SV 2:0
Torschützen: Namyslack, A. Kawczynski

Die Mannschaften:

Grevesmühlener FC:
K. Kawczynski – A. Kawczynski (3 Tore), Wigger, Braun, Gregorczyk (1), Namyslack (4), Kacprzyk (1), Schmidt (1), Strefner, Krökel
Trainer: Jürgen Rohloff/ Gerd Rieckhoff

Mecklenburger SV:
Pieth (1) – Peters (1), Oldendorf (1), Ortmann (1), Zucker, Kluge (2), Henning (1), Möller, Protosowitzki (2)
Trainer: Ralf Kollmorgen / Bernd Stellmacher

SG Groß Stieten:
Woitkowitz, Gaeth – Gerath, Hornung (1), Schumacher, Ziethmann, Ahlert (2), Rohde, Jeske (1), Müller, Schmidt, Bruhs
Trainer: Ullrich Meierfeldt/ Heiko Stark

VfL BW Neukloster:
O. Schultz – Wilczek (4), D. Schriefer (1), Chr. Schmidt, Gratopp, Pinthal (1), A. Schmidt (2), Schweitzer, M. Schmidt (1)
Trainer: Rene Cebulla/ Khaled Ferhat

SV Bad Kleinen:
Maik Niemann – Bunkus, Krentz (2), Gehde, Sperling (3), Klinke, Terragnolo (1), Schröder (1), Roland Schäfer (1), Markus Niemann
Trainer: Norbert Niemann/ Harald Böhnke

Poeler SV 1923: Jahn –Schott, Golde (1), Neubauer, Struck, Mirow (3), Jaffke, Stimmig (1), Schunowski (1)
Trainer: Heiko Settgast/ Horst „Max“ Pudschun

FC Anker Wismar:
Köhlmann –Prehn (1), Gieseler, Rosinski (1), Schulz (1)Priebe (1), Ratke, Köhn (1), Maaßen (1)
Trainer: Axel Rietentiet/ Manfred Körner

Polizei SV Wismar: Bieschke – Kühnel, Herms, Junker, Schimpf (1), Ventsch (1), Lewerenz, Langbehn (1), Seroneit (1), Moslehner
Trainer: Frank Schwarz/ Nils Junker

Bester Torwart:
Krzyfstoff Kawczynski (Grevesmühlener FC)
Bester Torschütze:
Andreas Wilczek (VfL BW Neukloster) mit 4 Treffern nach Entscheidungsschießen mit Sebastian Namyslack (Grevesmühlener FC)

Schiedsrichter
Lars Junker (Polizei SV Wismar), Bastian Dankert (Brüsewitzer SV):
beide Unpar-teiischen brachten die nötige Ruhe in die Partien, sollte es trotzdem einmal zu hektisch auf dem Platz werden, wurden die Hitzköpfe zum Abkühlen auf die „Strafbank geschickt (5x); eine souveräne Leistung!