"Wir wollen endlich wieder ein Heimspiel gewinnen"

18.03.2011

Anker-Kapitän Fabian Bröcker will morgen mit seinem Team gegen Schöneiche drei Punkte einfahren. Wenn Schiedsrichter Christian Paul (Berlin) morgen um 14 Uhr das 11. Heimspiel dieser Oberligasaison für den FC Anker anpfeift, ist das eine Premiere, denn die Germanen aus Schöneiche treten zum ersten Mal in Wismar an. Morgen ist auch die ungeliebte Zeit auf dem Kunstrasenplatz zu Ende. „Der Kunstrasen ist zwar gut dafür, dass wir trainieren und auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen spielen können, aber er ist eben auch nicht ideal für die Gelenke. Wir freuen uns jedenfalls auf das Spiel auf Rasen“, so Anker-Kapitän Fabian Bröcker.

Er hatte einige Tage am unglücklichen 0:1 beim BFC Dynamo zu knabbern. „Diese Niederlage so kurz vor dem Abpfiff tat doch sehr weh. Aber wir haben sie uns natürlich selbst zuzuschreiben, denn im Angriff fehlte uns das Durchsetzungsvermögen. Standards alleine reichen manchmal nicht. Morgen gegen Schöneiche müssen wir mehr Akzente nach vorne setzen: Wir wollen endlich wieder mal ein Heimspiel gewinnen, denn der letzte Heimerfolg — 5:2 gegen Ludwigsfelde — ist inzwischen schon sehr lange her“, so Bröcker. Vielleicht ist es ein gutes Omen, das Schiedsrichter Paul auch die Partie gegen Ludwigsfelde geleitet hat.

Die Randberliner, die sich in der Winterpause mit Pascal Fofie (Navibank Saigon FC), zwei Amerikanern und Tim Rutke (Halberstadt) verstärkt haben, sind nach der Winterpause besonders auswärtsstark, denn alle drei Partien auf fremden Plätzen konnten gewonnen werden. Dem 3:1 in Ludwigsfelde folgten ein 3:1 bei Union Berlin II und zuletzt ein 3:0 in Altlüdersdorf. Die Heimspiele gegen den Torgelower SV Greif (0:1), FC Hansa Rostock II (0:1) und am letzten Wochenende gegen Spitzenreiter Berliner AK 07 (0:3) gingen dagegen alle verloren. Schöneiches Trainer Dirk Berger wirkte nach der Partie gegen die Berliner enttäuscht: „Ich hatte gehofft, dass wir den Tabellenführer ein beherzteres Duell liefern könnten.“ Die Fehlerquote im Aufbau sei bei seiner Mannschaft einfach zu hoch gewesen.

Den angestrebten Heimsieg muss das Team des FC Anker aber mit einer stark dezimierten Elf erkämpfen. Trainer Timo Lange hat an diesem Wochenende nur eine „Rumpftruppe“ zur Verfügung. Stefan Schwandt, Marcel Wulff und Marcel Heine sind verletzt bzw. erkrankt, Björn Gierahn ist arbeitsmäßig verhindert und auch Sebastian Schiewe konnte berufsbedingt die ganze Woche nicht trainieren. Positiver ist aber, dass David Rosinski wieder zum Einsatz kommen kann.

Das Spitzenspiel des 22. Spieltages steigt am Sonntag im Berliner Poststadion, wenn Tabellenführer Berliner AK 07 die TSG Neustrelitz (4.) erwartet. Für die Berliner Elf beginnt aber jetzt bereits die Zeit des „Schaulaufens“, denn nach dem FC Hansa Rostock II und der TSG Neustrelitz hat nun auch der Tabellenzweite Torgelower SV Greif am letzten Montag den Aufstiegsverzicht in die Oberliga erklärt. Die Presseerklärung: „Der Vorstand des TSV Greif hat auf seiner Sitzung am 13. März nach eingehender Prüfung der Lizenzierungsunterlagen für die Regionalliga einvernehmlich beschlossen, die Lizenz für die Regionalliga in der jetzigen Konstellation nicht zu beantragen.“

von Stephan Roolf