Verfahren gegen Anker und Neubrandenburg
28.03.2008
Der Landesfußballverband (LFV) Mecklenburg-Vorpommern hat mit Unverständnis auf Äußerungen von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) reagiert, der den Verband nach den Ausschreitungen beim Landespokal-Halbfinale in Wismar zum Handeln aufgefordert hatte (die OZ berichtete). In einer Presseerklärung teilte der LFV gestern mit, dass er bereits in der Vergangenheit Sanktionen gegen Vereine ausgesprochen habe, die an gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Fußballspielen beteiligt gewesen seien. Tatsache sei auch, dass der Landesverband drei Regionalkonferenzen zu den Themen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus bei Fußballspielen durchgeführt habe. Neben dem ständigen Kontakt zu Bundes- und Landespolizei sei die Gewaltprävention zudem ein fester Bestandteil der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Landesverband.
Im aktuellen Fall vom vergangenen Wochenende bei der Partie FC Anker Wismar - 1. FC Neubrandenburg (2:0) hätten beide Vereine inzwischen die angeforderten Stellungnahmen abgegeben. Nach Auswertung der Papiere sowie des Schiedsrichter-Sonderberichts hat der LFV-Spielausschuss beantragt, dass ein Verfahren gegen beide Vereine eingeleitet wird. Während des Spiels am Ostersamstag in Wismar hatten sich alkoholisierte Zuschauer geprügelt, Feuerwerkskörper abgebrannt und waren auf den Platz gelaufen. Die Partie musste zwölf Minuten unterbrochen werden. Der LFV hat inzwischen festgelegt, dass das Landespokalfinale zwischen Anker Wismar und der TSG Neustrelitz am 10. Mai (14.00 Uhr) in Waren/Müritz stattfindet. Das Frauen-Endspiel FSV 02 Schwerin - FFV Neubrandenburg wird am 12. Mai (13.00 Uhr) in Teterow ausgetragen.
von Ostsee-Zeitung
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