Verbandsliga - 9. Spieltag: Malchower SV - FC Anker Wismar 2:2 (2:0)

20.10.2002

Diesmal musste nur ein einizges Wort in der Überschrift geändert werden, denn die Verbandsligamannschaft des FC Anker Wismar musste sich schon wieder mit einem Unentschieden begnügen. Auch das Auswärtsspiel gegen die Mannschaft des Malchower SV endete, wie die Spiel der vergangenen drei Spieltage, mit einer Punkteteilung.

Mario Peter’s Knaller in der Schlussminute sicherte FC Anker Unentschieden

Der FC Anker hat mit einer Energieleistung beim Tabellenvorletzten in Malchow in der Schussphase die drohende Niederlage abwenden können. Es war das vierte Unentschieden in Folge und zeigte erneut, dass die Ankercrew in dieser Spielzeit nicht zu den Toppfavoriten gehört. Trainer Axel Rietentiet hatte sein Elf zu engagiertem Spiel aufgefordert und in der Anfangsphase beherzigte sein Team diese Vorgabe. Bereits in der 3. Minute verzog Manndecker nach einem Freistoß nur knapp. Völlig überraschend dann in der 15. Minute die Führung der Platzherren. Ein unberechtigter Freistoß gegen Mario Peter war der Ausgangspunkt, Keeper Andre Falke konnte das Leder nur abklatschen und Adamski staubte ab. Damit war der Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt und das Spiel für die Gastgeber maßgeschneidert. Sie zogen sich sehr weit in die eigene Hälfte zurück, während Röpcke und Möller an der Mittellinie auf lange Bälle warteten. In der Halbzeitpause zeigte sich der Wismarer Coach enttäuscht vom Spiel seiner Elf, die trotz der optischen Überlegenheit im Angriff zu harmlos war. Diese optische Überlegenheit setzte sich auch nach der Pause fort, aber wieder waren es die Gastgeber die ins Netz trafen. Erneut war ein Fehler der Ankercrew Ausgangspunkt des Malchower Treffers. An der Strafraumgrenze der Malchower (!) landete ein Einwurf in den Füßen der Gastgeber wodurch ein schneller Konter eingeleitet wurde. Das Leder kam zum augenblicklich besten Malchower Torschützen Rene Röpcke und der ließ Andre Falke mit einem Schuss unter die Latte keine Abwehrchance. Obwohl es augenblicklich nicht so gut läuft, die Moral der Ankercrew blieb zum Glück ungebrochen.

Die Gastgeber waren jetzt nur noch darauf bedacht, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Sie verzögerte das Spiel so oft es nur ging. Allerdings musste die Hintermannschaft um die Manndecker Tews und Peter bei Kontern stets auf der Hut sein, schaltete sich doch Mamadou Diallo jetzt immer mehr in den Angriff ein. Zwei weitere Einwechslungen (Rietz für Prehn und Priebe für Machold) sollten auf Seiten der Hansestädter noch mehr Angriffswirksamkeit bringen und dieser Schachzug des Wismarer Trainergespanns gelang, wenn auch erst sehr spät. Ein Freistoß von der linken Angriffsseite brachte den Anschlusstreffer. Der Freistoß von Mamadou Sabaly kam auf den langen Pfosten zu Lars Sperling, der köpfte das Leder über Malchow’s Keeper Wojtkowski hinweg und der eingewechselte Sebastian Rietz drückte das Leder per Kopf endgültig ins Netz (88.). Für die Gäste konnte es jetzt nur noch ein „Alles oder Nichts“ geben. Kurz nach Wiederanstoß erkämpfte sich die Ankerelf erneut das Leder, ein langer Paß erreichte den weit mit aufgerückten Mario Peter und der besorgte mit einem Knaller aus knapp 25 Meter ins Dreiangel das kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleichstreffer. Die folgenden Jubelszenen bescherten Co-Trainer Manfred Körner ein blaues Auge, als er im Freudenknäuel unglücklich getroffen wurde. „Ich bin natürlich besonders happy, denn ich kann mich gar nicht mehr an mein letztes Tor erinnern. Es war jedenfalls nicht für den FC Anker“, freute sich der Schütze diebisch. Obwohl Schiedsrichter Ihrke (Berlin) noch vier Minuten nachspielen ließ ein drittes Tor gelang den Gästen aber nicht mehr.

„Im Augenblick haben wir die Seuche an den Füßen. Die erste Hälfte einmal ausgeklammert, wo wir mit zu wenig Biss gespielt haben, aber trotzdem überlegen waren, haben wir das Spiel über weite Strecken dominiert. Die Malchower haben nur auf unsere Fehler gewartet und wir haben sie gemacht. Positiv ist die Moral der Mannschaft, weil sie bis in die Schlussphase hinein gefightet hat. Irgenwann muss nach vier Unentschieden in Folge nun endlich der Knoten platzen. Ich hoffe, am nächsten Sonnabend in Greifswald“, zeigte sich Ankertrainer Axel Rietentiet optimistisch.

FC Anker mit: Falke -Diallo - Tews, Peter - Goebel, Pingel, Lojewski (46. Sabaly), Thiemann, Machold (62. Priebe) - Prehn (55. Rietz), Sperling

Tore: 1:0 (15.) Adamski, 2:0 (60.) Röpcke, 2:1 (88.) Rietz, 2:2 (90.) Peter