Verbandsliga - 9. Spieltag: FSV 1919 Malchin - FC Anker Wismar 0:3 (0:0)

19.10.2003

Der FC Anker Wismar hat den zweiten Tabellenplatz mit einem klaren 3:0-Sieg beim FSV souverän verteidigt. Wert hat dieser Erfolg noch dadurch, dass die Ankercrew noch nie in Malchin gewonnen hatte. Im Jahr nach dem Oberligaabstieg gab es dort eine 0:1-Niederlage und auch im letzten Spieljahr folgte nur ein mageres Remis. Der arithmetischen Reihenfolge nach war so also auch ein Sieg eigentlich folgerichtig.

FC Anker Wismar in Malchin souverän

Das Trainergespann hatte vor Spielbeginn vor den robusten Platzherren gewarnt und für die eigene spielerische Sicherheit Konzentraion in der Abwehr und ein schnelles Tor gefordert. Und die Chancen dafür waren da, denn bereits in der 11. Minute startete Thomas Haese ein Solo, spielte drei Gegenspieler aus, bevor er dann das Leder unkonzentriert über das Malchiner Gehäuse schoss. Die nächste große Einschusschance bot sich acht Minuten später Andre Hildebrandt, doch nach einem Grundliniendurchbruch von Philipp Aldinger setzte der Ex- Schweriner den Ball ebenfalls über das Tor.

Das kam natürlich den Gastgebern entgegen, die aus einer sehr massierte Abwehr agierten und nur mit Kontern zum Erfolg kommen wollten. In der ersten Halbzeit lie´ß die Ankercrew aber keine gefährlichen Angriffe der Platzherren zu. Doch so lange es torlos blieb, war alles offen. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hansestädter die spielbestimmende Elf. Und wie das Sprichwort sagt „steter Tropfen höhlt den Stein“, war es dann auch. Nachdem der eingewechselte Uwe Thiemann in der 48. Minute unkonzentriert vergeben (48.) und auch Marcel Prehn das Tor nicht getroffen hatte (55.), war es Enrico Maaßen in der 60. Minute vorbehalten den Abwehrriegel der Gastgeber zu knacken. Die Vorentscheidung in der 73. Minute. Marcel Prehn nahm einen Abpraller direkt und sein Volleyschuss prallte vom Innenpfosten ins Malchiner Tor.

Jetzt waren die Gäste nicht mehr von der Siegerstraße abzubringen und wuschen drei Minuten vor dem Abpfiff noch einmal scharf nach. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite über Marcel Prehn und Rene Ratke passte Letzterer nach innen zu Dirk Taflo und der traf nach gut eineinhalbjähriger Abstinenz zum 3:0-Endstand. Die letzte, und einzige, Chance der Gastgeber bot sich ihnen in der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß kam Hoffmann zum Kopfball, doch mit einem Reflex konnte Mathias Trommer das Leder über die Latte lenken.

„Spielerisch war es sicher keine Offenbarung, aber nur der Sieg war wichtig. Wir haben unsere Chancen konzentriert heraus gespielt, sind trotz des langen 0:0 nicht nervös geworden und haben am Ende hochverdient als Sieger den Platz verlassen“, analysierte Ankertrainer Axel Rietentiet.

FC Anker mit: Trommer - Goebel - Peter, Diallo - Hildebrandt, Aldinger, Sperling (46.Thiemann), Müller, Prehn - Maaßen (72. Ratke), Haese (68. Taflo).

Schiedsrichter: Bernd Reck (Demmin)

Zuschauer: 213

Tore: 0:1 (60.) Enrico Maaßen (sein 6. Saisontor), 0:2 (73.) Marcel Prehn (sein 4. Saisontor), 0:3 (87.) Dirk Taflo (sein 1. Saisontor)