Verbandsliga - 8. Spieltag: FC Anker Wismar - SG Warnow Papendorf 0:0 (0:0)

13.10.2002

Am Sonntag musste sich der FC Anker mit einem torlosen 0:0 gegen den Tabellenzweiten aus Papendorf zufrieden geben. Dabei war unsere Mannschaft über die gesamte Spielzeit in der Offensive, vermochte es aber ein weiters Mal nicht die zahlreichen Torchancen auch in zählbare Erfolge umzuwandeln. Ab der 77. Spielminute war der FC Anker, nach einer Gelb-Roten Karte für Philipp Aldinger, dann nur noch mit 10 Spielern auf dem Platz.

Drittes Unentschieden in Folge

Der FC Anker Wismar kann scheinbar nicht mehr gewinnen. Auch beim dritten Punktspiel in Folge kam das Team von Trainer Axel Rietentiet über eine magere Punkteteilung nicht hinaus und konnte damit Ankerpräsident Gerhard Raabe kein nachträgliches Geschenk zum 60. Geburtstag machen. Allerdings machte der Wismarer Trainer seiner Elf nach dem torlosen Remis gegen die Randrostocker keine großen Vorwürfe, denn die Mannschaft hat sich bis zum Schlusspfiff um das Siegtor bemüht. "Alle haben auf dem schweren Boden bis zum Umfallen gekämpft. Selbst in Unterzahl nach der gelb/ roten Karte für Philipp Aldinger (74.) hat meine Mannschaft nicht auf Halten des Ergebnisses gespielt, sondern alles versucht, doch noch das Siegtor zu erzielen", nahm der Ankercoach sein Team auch gegen die teilweise unqualifizierten Rufe aus den Zuschauerreihen in Schutz. "Allerdings bin ich von den Papendorfern sehr enttäuscht, denn als Tabellenzweiter sich fast nur auf die Defensive zu verlegen kann nicht Ziel des Fußballs sein", so Rietentiet weiter. "Wir wollten zumindest einen Punkt mitnehmen und dafür muss man manchmal auch mit unattraktiven Mitteln arbeiten, letztlich heiligt der Zweck die Mittel, entscheidet das Ergebnis", sagte der ehemalige Ankercoach Wolfgang Moschke nach dem Spiel.

Die Platzherren drückten von Beginn an auf ein hohes Tempo und lagen ständig im Angriff. Bereits in der 2. Minute strich ein Kopfball von Mamdou Diallo, seine Frau ist für einige Wochen nach Deutschland gekommen, knapp am Tor vorbei, in der 5. Minute schaufelte Lars Sperling aus Nahdistanz dem Papendorfer Keeper das Leder direkt in die Arme. Erst in der 21. Minute hatte die Randrostocker ihre erste Möglichkeit, als Robert Müller in eine Freitstoßflanke von Steve Ridder spritzte, aber das Ankertor knapp verfehlte. Die Hansestädter hatten dann vor der Pause noch eine ganz große Möglichkeit, doch ein Kopfball von Lars Sperling wurde noch von der Torlinie geschlagen. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, eine stürmende Ankercrew und eine Papendorfer Elf, die mit acht, neun Spielern verteidigte. Immer wieder trieben die unermüdlich rackernden Uwe Thiemann und Tino Goebel ihre Mannschaft nach vor, hinten gestattete die Defensivabteilung um Helge Tews und Mario Peter im Zusammenspiel mit Mamadou Diallo den Gäste keine klare Torchance. Das einzige, aber natürlich auch entscheidende, Manko der Gastgeber blieb die Chancenverwertung. Bevor aber hier nicht der Knoten platzt, müssen die Hansestädter kleinere Brötchen backen, verlieren sie in der Tabelle immer mehr den Anschluss an die führenden Teams.

FC Anker mit: Falke - Diallo - Peter, Tews - Goebel, Sabaly, Aldinger, Lojewski (72. Priebe), Thiemann - Prehn (66. Krökel), Sperling (77. Rietz)