Verbandsliga - 5. Spieltag: ESV/ Empor Greifswald – FC Anker Wismar 2:3 (1:2)

14.09.2003

Der FC Anker Wismar hat den Rückschlag mit der Niederlage gegen Stralsund verkraftet und sich mit einem Sieg beim ESV/ Empor Greifswald rehabilitiert, Besonderen Wert hat dieser Erfolg noch dadurch, dass die Ankercrew noch nie gegen die Boddenstädter gewonnen hat.

Enrico Maaßen an allen drei Toren beteiligt

In der Amateuroberliga gab es in Wismar ein 0:3, in Greifswald trennten sich beide Teams 1:1. Und auch im letzten Verbandsligajahr gab es eine Heimniederlage für die Wismarer, während man sich in Greifswald wieder unentschieden trennte. Vor dem Spiel hatte Rietentiet von seiner Elf gefordert, sich „zu zerreißen“ und von Anbeginn an den unbedingten Siegeswillen zu zeigen. Und die Ankercrew beherzigte diese Vorgabe und erspielte sich gute Torchancen.

Bereits in der 6. Minute eine Riesenchance für Thomas Haese, doch Keeper Wendt parierte hervorragend. Der erste Fehler in der Hintermannschaft, Mario Peter verlor das Leder im eigenen Strafraum, brachte den unnötigen 0:1 Rückstand durch Thomas Hildebrandt. Doch die Gäste ließen sich auch davon nicht beeindrucken. Nur fünf Minuten später brachte ein Angriff über die rechten Seiten den Ausgleich, als Stephan Müller eine Eingabe von Enrico Maaßen nutzen konnte und clever einnetzte. Noch vor der Pause dann die Führung der Wismarer Elf. Wieder ging über die rechte Seite die Post ab, Aldinger dribbelte sich bis zur Grundlinie durch und seine Eingabe nahm Youngster Enrico Maaßen direkt. Das gute Spiel der Ankercrew setzte sich in der zweiten Halbzeit fort und nach toller Vorarbeit von Enrico Maaßen kam der Ball zu Lars Sperling und der ließ von der Strafraumgrenze einen unhaltbaren Knaller los (52.). Mit diesem Tor setzte sich der frisch gebackene Ehemann in seinem 150. Punktspiel für den FC Anker selbst ein Andenken. Eigentlich hätte diese sichere Führung mehr Ruhe in die Ankerreihen bringen müssen, doch das geschah nicht. Zur Unruhe im Spiel der Gäste trug auch der schnelle Anschlusstreffer der Greifswalder bei, als Diallo gefoult wurde, der Pfiff aber ausblieb. Putzki lief danach alleine auf das Ankertor, spielte noch Hannes Sykora aus, der den verletzten Mathias Trommer (Zahnprobleme) gut vertrat, und verwandelte sicher. Dieses Anschlusstor verunsicherte die Gäste etwas, obwohl sie den Gastgebern bis in die in Schlussphase hinein keine weiteren klare Einschussmöglichkeiten gestatteten. Der eingewechselte Rene Ratke hätte in der 88. Minute den „Sack zubinden“ müssen. Hervorragend hatte er den letzten Mann der Platzherren ausgespielt, um dann aus acht Metern das Leder am rechten Pfosten vorbeizuschieben.

„Meine Elf hat mindestens 60 Minuten sehr guten Fußball gespielt. Damit kann ich sehr zufrieden sein. Allerdings hätten wir nicht bis zum Schlusspfiff um den Sieg bangen müssen, denn wir hatten sieben 100%-ige Einschussmöglichkeiten. Da fehlte uns noch die Clevernes. Letztlich haben wir uns verdient mit 3:2 durchgesetzt, die Heimniederlage wettgemacht und uns in der Spitzengruppe behauptet“, freute sich Trainer Axel Rietentiet über diesen wichtigen Auswärtssieg.

FC Anker mit: Sykora - Hildebrandt - Peter, Diallo - Aldinger, Lojewski (81. verletzt, Thiemann) Sperling, Müller, Prehn - Maaßen (85. Wilczek), Haese (75. Ratke).

Tore: 1:0 (19.) Thomas Hildebrandt, 1:1 (24.) Stefan Müller, 1:2 (37.) Enrico Maaßen, 1:3 (52.) Lars Sperling, 2:3 (61.) Michael Putzki.

Besondere Vorkommnisse: 67. gelb/ rote Karte für Putzki (wiederholtes Foulspiel)