Verbandsliga - 3. Spieltag: FC Anker Wismar - SG Warnow Papendorf 3:1 (1:1)
20.08.2006
Der FC Anker Wismar hat nach einem 3:1-Heimsieg gegen den bisherigen Spitzenreiter SG Warnow Papendorf selbst die Tabellenspitze erklommen. Ein Gefühl dass die Hansestädter zuletzt in der Saison 2003/ 2004 erleben konnten. Dabei hatte die Partie sehr unglücklich für die Hausherren begonnen, denn die Gäste begannen äußerst druckvoll und schnürten die Ankerelf gleich in der eigenen Hälfte ein.
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| Mit solider Abwehrarbeit und viel Übersicht im Spielaufbau, Neuzugang Stanislav Kucera |
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Es folgten drei Eckbälle in Folge und der dritte landete direkt im Ankertor, Torschütze Robert Petzold. Der gleiche Spieler war es, der auch in den nächsten Minuten durch Eckbälle und seine weiten Einwürfe Unruhe in den Ankerstrafraum brachte. Pech für die Randrostocker, das Tom Wilhelm in der 11. Minute nur den Pfosten traf und auch im Nachschuss nicht erfolgreich war. „Hätten wir in dieser Phase das 2:0 erzielt, dass Spiel wäre sicher deutlich knapper ausgegangen“, sagte Papendorfs Trainer Artur Ullrich auf der anschließenden Pressekonferenz.
Danach befreiten sich die Hansestädter aber langsam aus der Umklammerung und hatten durch Denny Jeske die erste gute Torchance (16.). Doch der Ausgleich ließ bis zur 36. Minute auf sich warten. Als Papendorfs Keeper Matthias Leißner, er hütete für den rotgesperrten Oliver Radseck das Tor der Randrostocker, Florian Zysk im Strafraum zu Boden riss, zeigte der gut amtierende Schiedsrichter Dietmar Dittrich (Parchim) auf den Elfmeterpunkt. Denny Jeske ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher.
Verzweifeln wollte an diesem Nachmittag aber Florian Zysk, denn er alleine hätte die Papendorfer K.O. schießen können. Doch weder in der 54. Minute, als er die Kugel freistehend links am Tor vorbeispitzelte, noch in der 83. Minute, als er den Ball über die Latte schmetterte, hatte er das Glück auf seiner Seite. „Das nächste Mal gehen solche Dinger wieder rein, aber manchmal ist es halt wie verhext, da scheint über dem Tor oder neben den Pfosten ein Magnet zu liegen, der die Bälle anzieht“, schmunzelte der Ankerstürmer.
In der zweiten Halbzeit wurde die Überlegenheit der Hausherren immer drückender. Angetrieben von den drei tschechischen Neuzugängen kamen die Gastgeber immer wieder gefährlich über die Außenpositionen. Die Gäste dagegen konnten zudem dem hohen Tempo der Ankerelf nicht mehr folgen. Das wurde in der 75. Minute belohnt als Denny Jeske eine Flanke von Forian Zysk im Strafraum annahm und gekonnte vollendete. Mit seinen beiden Treffern führt er jetzt zusammen mit Florian Zysk und Enrico Maaßen die Torjägerliste der Verbandsliga mit vier Treffern an. Den Schlusspunkt unter diese insgesamt sehr gute Leistung der Hausherren setzte Vladimir Zir, der in der 83. Minute einen Flankenball annahm und Leißner mit einem Volleyschuss keine Abwehrchance ließ. „Es hat sehr viel Spaß gemacht mit dieser Mannschaft. Und wenn wir uns noch besser kennen gelernt haben, werden wir auch die kleinen Fehler noch abstellen“, sagte Stanislav Kucera nach dem Spiel.
„Trotz des klaren Sieges zeigte Trainer Bego Catic auch noch Fehler auf. „Wir dürfen uns am Anfang nicht so überrumpeln lassen. Wenn Papendorf ein zweites Tor erzielt hätte wäre es sehr schwer für uns geworden. Am Ende ist der Sieg auch hochverdient und man hat gesehen, dass die tschechischen Neuzugänge eine deutliche Verstärkung sind“.
„Eine ansprechende Leistung der Mannschaft. Diese junge Elf hat viel Potential und wird ihren Weg machen. Die Zuschauer honorieren dieses Engagement auch, denn es ist zu sehen, dass diese Mannschaft Fußball spielen will“, lobte auch Wolfgang „Söhni“ Luplow die Leistung des Ankerteams.
FC Anker mit: Kawczynski – Martens (46. Kerinn), Körner (80. Oldendorf), Bednar, Schnöckel – Disic, Kucera, Heine – Jeske – Zysk (84. Kiel), Zir.





