Verbandsliga - 2. Spieltag: SV Blau-Weiß Polz - FC Anker Wismar 0:2 (0:1)

18.08.2003

Der FC Anker Wismar hat auch seine Auswärtspremiere erfolgreich bestanden. Bei den Blau Weißen in Polz gewann das Team um Mannschaftskapitän Philipp Aldinger verdient mit 2:0 Toren, mußte dabei aber ein hartes Stück Arbeit leisten.

Enrico Maaßen der neue „Minutenjoker“

In einer Partnerschaftsbeziehung wird oft vom verflixtem siebten (Ehe-) jahr gesprochen. Der FC Anker hatte am Sonnabend das 7. Punktspiel gegen die blau- weißen aus Polz zu bestreiten und auch mehr Mühe als der Mannschaft lieb war. Der 2:0-Sieg am Ende war zwar hochverdient, aber sehr schwer erkämpft.

Als Mann des Tages erwies sich wieder einmal Youngster Enrico Maaßen. Bereits in der Vorwoche gegen Strasburg war er nach seiner Einwechslung erfolgreich, diesmal dauerte es nur fünf Minuten, bevor er mit seinem Hechtkopfball die endgültige Entscheidung zugunsten der Ankercrew perfekt machen konnte. „Tiefer hätte der Ball von Christian Lojewski aber nicht kommen dürfen, denn dann hätte ich ihn wohl kaum bekommen. Nach dem Treffer hätte ich vor Freude heulen können. Wenn ich so weiter mache, rechne ich mir durchaus einmal die Chance aus, von Beginn an auf dem Platz zu stehen“, freute sich das Bobitzer Urgestein über den entscheidenden Treffer in der 88. Minute.

Die Hansestädter waren sehr konzentriert in diese schwierige Partie gegangen, denn die Platzherren standen nach der Auftaktniederlage auf eigenem Platz bereits unter Zugzwang. So standen sie sehr massiert in der Abwehr, alle routinierten Spieler bildeten ein fast undurchdringliches Abwehrbollwerk. Nur mit gelegentlichen langen Bällen oder gekonnten Dribblings von Thilo Wilkens und Kevin Kühn kamen die Platzherren vor das Ankergehäuse. Ihre beste Chance machte Ankerkeeper Mathias Trommer zu nichte, als der im Strafraum Alexander Köhn den Ball von den Füßen spitzelte (18.). nachdem Sebastian Rietz in der 31. Minute seine Chance noch vergeben hatte, sorgte Stephan Müller in der 35. Minute für die verdiente Pausenführung der Wismarer Elf. Müller selbst konnte sein Torekonto nach der Pause aber nicht mehr ausbauen, da ihn ein plötzlicher Hexenschuss außer Gefecht setzte. „Ich hatte schon in der ersten Halbzeit Schmerzen, aber kurz bevor ich wieder aufs Feld wollte, ging plötzlich gar nichts mehr“, sagte der Ex-Hanseate, der sich dann sofort unter die Fittiche von Physiotherapeutin Andrea Körner begab. „Bis Mittwoch wird er wohl mindestens pausieren müssen“, sagte sie anschließend.

„Es war das erwartet schwere Stück Arbeit. Gegen derart defensive Mannschaften tut sich jedes Team schwer. Sicher, meine Jungs haben auch nicht an das gute Spiel gegen Strasburg anknüpfen können, aber die Abwehr stand wieder sehr sicher, hat kaum Chancen zugelassen. Gegen Neubrandenburg wird das Spiel wieder ganz anders aussehen, denn die spielen mit und stellen sich nicht nur hinten rein“, blickt Ankertrainer Axel Rietentiet optimistisch auf das nächste Spiel.

Am Abend mischte sich das gesamte Team unter die 18.000 Wismarer, die sich zum Musikfestival vom NDR versammelt hatten um den Sieg ausklingen zu lassen, gleichzeitig aber auch, um damit indirekt ihren Dank an die Hansestadt und die vielen Sponsoren auszudrücken. Bereits heute sei bereits noch einmal darauf hingewiesen, dass die Partie gegen den FC Tollense Neubrandenburg auf Grund der Radsportveranstaltung auf dem Hanseatenring bereits am Sonnabend um 14 Uhr angepfiffen wird.

FC Anker spielte mit: Trommer – Goebel – Diallo, Hildebrandt – Aldinger, Haese, Thiemann, Sperling (81. Lojewski), Prehn – Rietz (83. Maaßen), Müller (46. Taflo).