Verbandsliga - 28. Spieltag: Sievershäger SV - FC Anker Wismar 1:0 (0:0)
18.05.2003
Der FC Anker Wismar hat nach der Niederlage gegen den Tabellenersten nun auch rechnerisch keine Chancen mehr auf den Aufstieg in die Oberliga. Unsere Mannschaft verlor ihr Auswärtspiel am Sonntag aufgrund der mangelhaften Chancenauswertung trotz optischer Überlegenheit sehr unglücklich mit 0:1. Bei nur noch zwei verbleibenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Erstplatzierten aus Sievershagen nun 7 Punkte.
FC Anker überlegen, Sievershagen aber glücklicher
Für den FC Anker Wismar ist auch im Spieljahr 2002/ 2003 der Traum von der Oberliga ausgeträumt. Grund dafür war die völlig unnötige 0:1-Niederlage beim Tabellenführer in Sievershagen. Damit bleiben der FC Tollen Neubrandenburg (4:1-Sieger gegen den FC Pommern Stralsund) und die Randrostocker die beiden einzigen Aufstiegskandidaten.
Der Sieg der Sievershäger Elf war an diesem Nachmittag aber mehr als glücklich, denn nach einer recht ausgeglichenen ersten Halbzeit dominierte der FC Anker fast über die komplette zweite Hälfte. Die Ankercrew war zu diesem drittletzten Punktspiel der Saison mit der klaren Siegesabsicht gefahren, um sich selbst noch Chancen auf den Oberligaaufstieg zu erhalten. Aber es sollte sich wieder einmal herausstellen, der Wille war da, aber der Abschluss einfach zu schwach. Mit einem Torjäger in den eigenen reihen hätte der FC Anker in dieser Saison zu jetzigen Zeitpunkt den Aufstieg bereits geschafft. Während der FC Anker versuchte, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, waren die Platzherren nur durch Standardsituationen gefährlich. Jeder Freistoß von Robert Petzold wird hoch in den Strafraum geschlagen, eine unkonzentrierte Abwehr macht dabei halt Fehler. Die Ankercrew hatte bereits in der 2. Minute die erste Chance, doch Sebastian Rietz, er bot bis zu seiner Auswechslung eine recht gute Partie, kam um Zentimeter zu spät.
Leider konnte sich „Rietzer“ aber erneut nicht als Knipser auszeichnen, denn er hatte noch zwei weitere gute Einschussmöglichkeiten, in denen er sich aber als zu harmlos erwies. Zum einen ließ er sich vom Sievershäger Keeper Alexander Gruner foulen (31.), zum anderen traf er am langen Pfosten stehend ein tolle Eingabe von Las Sperling nicht richtig (61.). War die Partie in der ersten Halbzeit noch recht ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel bestimmten die Hansestädter das Geschehen eindeutig. Innerhalb von zwei Minuten zwei Riesenchancen für die Wismarer Elf. Während Sievershagens Keeper Gruner sich bei einem Freistoß von Philipp Aldinger das Leder fast selbst ins Tor befördert hätte, war er bei einem 20-Meterknaller von Dirk Taflo mit Fortuna im Bunde, denn das Leder klatschte an die Querlatte. Pech für den sympathischen Mittelfeldspieler, denn ein Treffer wäre ihm in seinem 150 Punktspiel für den FC Anker zu wünschen gewesen. Zweimal gab es Gefahr vor dem Ankertor, aber das reichte den Platzherren. Nachdem ein Freistoß von Petzold an Freund und Feind vorbei ins Aus gegangen war, brachte ein Eckball von der rechten Seite die Entscheidung gegen die Gäste.
„Es ist zum Auswachsen. Wir haben die klar besseren Chancen und lassen den kleinsten Spieler auf dem Platz das Führungstor köpfen. Das ist einzig und allein als Unvermögen zu bezeichnen“ war das Wismarer Trainderduo mehr als verärgert über die Szene. Bis zum Schlusspfiff versuchte der FC Anker noch alles, um das Blatt zu wenden, doch mehr als ein weiterer Pfostenschuss von Steve Krökel sprang nicht mehr heraus. „Einsatzstärke und Spielfreude kann ich meiner Elf nicht absprechen. Doch im Abschluss waren wir wieder einmal zu grün. Und wenn dann in der Abwehr noch solche gravierenden Fehler passieren, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. In dieser Besetzung hat aber auch Sievershagen nichts in der Oberliga zu suchen“, sagte Ankertrainer Axel Rietentiet nach dem Spiel.
FC Anker mit:Trommer – Goebel – Diallo, Pingel – Machold, Taflo, Sabaly, Aldinger, Priebe (68. Prehn) – Sperling (74. Lojewski), Rietz (73. Krökel)
Tore: 1:0 (69.) Ruth (Kopfball nach Ecke)
Schiedsrichter:Pfennigsdorf (Sternberg)
Zuschauer:150




