Verbandsliga - 26. Spieltag: SV Hafen Rostock - FC Anker Wismar 0:0 (0:0)

05.05.2003

Der FC Anker Wismar kann die restlichen vier Punktspiele ohne großen Druck absolvieren, denn mit der zweiten Nullnummer in Folge ließen die Hansestätder im Kampf um den Platz an der Sonne zwei weitere wichtige Punkte liegen. „Im Angriff haben wir einfach versagt, denn obwohl wir mit drei Sturmspitzenn begonnen haben, war nach vorne keine Wirkung oder Gefährlichkeit zu erkennen. Zudem kamen die ansonsten gefährlichen Freistoßflanken von Philipp Aldinger diesmal zu ungenau, so dass die Nullnummer vorprogrammiert war“, bilanzierte Anker Vizepräsident Wilfried Firgt nach Abpfiff der Partie auf der Rostocker Stadtweide.

Vier Ankerstürmer, aber keine Tore

Bei der heimstarken Hafenelf hatte Ankertrainer Axel Rietentiet von seinem Team eine deutlich bessere Einstellung und sicheres Abwehrverhalten gefordert. Und seine Abwehr stand bis auf einige Unsicherheiten bei langen Abschlägen von Hafenkeeper Schröder sehr sicher. Aber im Angriff der Wismarer tat sich trotz dreier nominellen Stürmer nicht viel . Da sich Lars Sperling im Training und Dirk Taflo beim Aufwärmen verletzt hatte, kam mit Steve Krökel und Sebastian Rietz ein anderes Sturmduo zu Einsatz. Da auch Andre Priebe als nominelle Spitze nominiert war, ging die Ankercrew erstmalig von Beginn an mit drei Stürmern in die Partie. Doch nur der kleine Priebe zeigte sich so bissig, wie es sich der Ankercoach gewünscht hat. Mit seinem Einsatz und seiner Schnelligkeit hatte er einige gute Szenen verzeichnen können. Leider ist er teilweise zu ungestüm und kassiert so unnötige gelbe Karten. Priebe hatte dann auch kurz vor dem Seitenwechsel die gefährlichste Szene der Gäste eingeleitet.

Auf der linken Seite hatte er sich herrlich durchgesetzt, nach innen geflankt, doch Roost klärte im letzten Moment vor dem einschussbereiten Steve Krökel. Die nächste gute Chance der Gäste in der 57. Minute, doch ein Distanzschuss des unmittelbar zuvor eingewechselten Sebastian Namyslack strich ganz knapp am Rostocker Kasten vorbei. Doch es zeigte sich mit zunehmender Spielzeit immer deutlicher, dass auf beiden Seiten ein Treffer wohl nur durch eine Zufallsaktion fallen würde. Die optisch etwas überlegene Ankercrew bemühte sich zwar im Spiel nach vorne, doch in Strafraumnähe war Endstation bzw. die Anspiele in das Angriffszentrum kamen zu ungenau, so dass Schröder alle hoch in den Strafraum geschlagenen Bälle sicher herunterfischen konnte. Hinten hatte Libero Tino Goebel mit seinen Manndeckern Mamadou Diallo und Mario Peter ebenfalls keine Mühe die Rostocker Angreifer zu neutralisieren. Selbst als die Wismarer Elf in der Schlussphase in Unterzahl spielen musste, Mario Peter hatte sich nach einem Zweikampf verletzt und das Auswechselkontigent war bereits aufgebraucht, musste man Angst vor einem Gegentor haben.

Am Ende ein schiedlich, friedliches Remis, dass den Leistungen beider Mannschaften gerecht wird, aber nicht den höheren Ziele, die sich der FC Anker vor Saisonbeginn gestellt hatte. Bleibt zu hoffen, dass die Elf vom Trainerduo Rietentiet/ Körner die letzten vier Spiele jetzt nutzt, ihrem Anhang einen versöhnlichen Spieljahresausklang mit attraktiven Spiel zu bieten. Durch den erneuten verletzungsbedingten Ausfall von Dirk Taflo ist Mittelfeldspieler Philipp Aldinger nun „Rekordspieler“ in den Reihen der Wismarer, denn die Partie in Rostock war sein 150 Punktspiel für die Hansestädter. Ärgerlich die Szene in der 83. Minute, als Aldinger nach einem Allerweltsfoul die 5. gelbe Karte zu sehen bekam und so in der Partie gegen Strasburg nur Zaungast sein kann.

FC Anker mit: Trommer – Goebel – Peter (84. verletzt), Diallo – Machold, Aldinger, Sabaly, Thiemann – Priebe (83.Pingel), Rietz (55. Lojewski), Krökel (55. Namyslack).