Verbandsliga - 23. Spieltag: SG Warnow Papendorf - FC Anker Wismar 2:0 (1:0)
06.04.2003
Der FC Anker Wismar hat im Kampf um die Tabellenspitze einen Dämpfer hinnehmen müssen denn beim Tabellennachbarn in Papendorf verlor die Ankercrew mit 0:2- Toren. „Dieses Spiel sollten wir schnell abhaken und uns jetzt auf die nächsten Spiele konzentrieren. Vielleicht kam der Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt, denn wir hätten heute wohl noch zwei Stunden spielen können, ohne selbst ein Tor zu erzielen“, sagte Ankercoach Axel Rietentiet nach dem Spiel.
Papendorfer einfach cleverer
Auch Ankerpräsident Gerhard Raabe war enttäuscht über die Leistung „seiner“ Jungs. „Im Angriff haben wir gar nichts zustande gebracht. Mit den widrigen Witterungsverhältnissen mussten beide Teams zurechtkommen, aber wir erst in der Schlussphase einige gefährliche Torsituationen herausgearbeitet, das war für ein Spitzenspiel zu wenig“, sagte er. „Auch Papendorfs Trainer Wolfgang Moschke sagte auf die Frage, worin er die Hauptursache für den Sieg seiner Elf sieht: „Wismar konnte ja gar nicht gewinnen, sie haben ja so gut wie überhaupt nicht auf das Tor geschossen“. Recht hat er!!
Die erste Halbzeit brachte kaum spielerische Akzente auf beiden Seiten. Zu einem lag es an dem äußerst holprigen Platz, zudem beeinträchtigte der stürmische Wind die Aktionen. Aber daran sollte das letztlich schwache Spiel der Gäste nicht festgemacht werden, denn damit hatten beide Teams zu kämpfen. Zwar war die Ankercrew zu Beginn die optisch spielbestimmende Mannschaft, doch die Platzherren machten aus keiner Chance ein Tor. Nach einem Ballverlust von Uwe Thiemann kurz vor dem Strafraum marschierte Müller alleine auf das Ankertor zu und überlistete Trommer mit einem Heber (32.). Doch auch die Hansestädter hatten kaum nennenswerte Torchancen, zwei Schüsse von Uwe Thiemann von der linken Seite gingen über das Papendorfer Tor, bevor Mamadou Sabaly in der 44. Minute im Anschluss an einen Einwurf freistehend vergab. „Ich will hier heute nicht verlieren. Kämpft in der 2. Halbzeit mit aller Macht um den Sieg, denn ihr seht, dass wir eigentlich die bessere Mannschaft sind. Auf dem engen Platz geht das nur über die Außenpositionen“, gab Rietentiet seiner Elf für die zweite Hälfte mit auf den Weg.
Mit dieser Führung war klar, dass die Platzherren jetzt mit dem starken Wind im Rücken mit Kontern zum Erfolg kommen wollten. So ergab sich die erste Chance der Randrostocker nach der Pause auch einem Konter, doch ein Schuss von Ridder prallte von der Brust von Ankerkeeper Trommer ab. Die nächste Chance für die Platzherren war ein Freistoß von Freitag, denn Trommer mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken konnte. Auch die Hereinnahme von Andre Priebe für Jens Machold erwies sich als eine „Luftnummer“. Erst als in der letzten Viertelstunde Dirk Taflo eingewechselt wurde, kam noch einmal Belebung in die Ankerreihen. Und kaum war Taflo auf dem Platz hatte er eine gute Chance, doch sein Schuss strich über das Papendorfer Gehäuse. Zwei Minuten später dann ein Kopfball von Sebastian Namyslack, aber auch der traf nicht ins Tor der Randrostocker. Ein Konter brachte dann in der 82. Minute die Entscheidung für die Elf von Trainer Wolfgang Moschke, erneut konnte sich Robert Müller die Ecke aussuchen. Die letzten Szenen bewiesen dann, dass die Hansestädter an diesem Tage wohl noch Stunden hätten spielen können, ohne das Tor der Papendorfer zu treffen. Zuerst kratzte Horning einen Freistoß von Aldinger aus dem Dreiangel, in der Schlussminute scheiterte der „kleine Doktor“ am rechten Pfosten.
Für die Hansestädter gilt es jetzt, diese Niederlage schnell zu vergessen und die beiden kommenden Heimspiele zu gewinnen. Denn verloren ist im Kampf um die Tabellenspitze noch lange nichts, denn auch Sievershagen kam in Polz nur zu einem 1:1-Unentschieden.
FC Anker mit: Trommer -Goebel - Peter, Diallo - Thiemann, Aldinger, Lojewski, Sabaly, Machold (55. Priebe) - Prehn (75. Taflo), Sperling (75. Namyslack).




