Verbandsliga - 16. Spieltag: FC Anker Wismar - SV Waren 09 1:0 (0:0)

14.12.2002

Durch ein Freistoßtor von Mamadou Sabaly gewann der FC Anker am Samstag sein Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Waren mit 1:0. Dabei war unsere Mannschaft nach einer Gelb-Roten Karte für Andreas Maronn ab Mitte der zweiten Halbzeit sogar in Unterzahl.

Mamadou Sabaly ließ FC Anker jubeln

Der FC Anker Wismar bleibt auch nach dem ersten Rückrundenspieltag das Maß aller Dinge, denn die Elf vom Trainergespann Rietentiet/ Körner ließ sich auch im 14. Spiel in Folge nicht überraschen und besiegte den punktgleichen Verfolger SV Waren mit 1:0 Toren. Schütze des Siegtores war Mamadou Sabaly mit einem direkt verwandelten Freistoß, der an Freund und Fein vorbei sauste und im langen Eck einschlug. Sicher ein etwas glückliches Tor, aber verdient war es auf alle Fälle“, war Ankertrainer Axel Rietentiet nach dem Abpfiff aus dem Häuschen. Da der FC Tollense Neubrandenburg in Malchow nicht über ein 1:1-unentschieden hinauskam, konnte die Ankercrew gegenüber der Elf aus der Stadt der vier Tore weiter Boden gut machen. Das Ergebnis erhält noch mehr an Bedeutung, wenn man weiß, dass die Hansestädter nach der gelb/ roten karte für Andreas Maronn ab der 57. Minute in Unterzahl spielten.

Auf dem reifglatten und schwer bespielbaren Platz im Kurt Bürger Stadion begannen die Gastgeber sehr couragiert und hatten in der 4. Minute die erste Großchance, doch Thomas Vierow kratzte den Schuß von Helge Tews noch aus dem kurzen Eck. Fünf Minuten später hatte Steve Krökel gegen die defensiv stehenden Gäste die nächste gute Gelegenheit, aber nach Zuspiel von Sebastian Namyslack setzte er das Leder über den Warener Kasten. Auch die dritte Torchance hatten die Gastgeber, aber bei einem Kopfball von Helge Tews rette der Pfosten für die Müritzstädter. Aus einer massierten Abwehr um den umsichtigen Alexander Pustovit erreichten die Gäste im Mittelfeld danach durchaus Ausgeglichenheit und konnten sich nach einer halben Stunde selbst die ersten Torchancen erarbeiten. Ein Freistoß von Bohorodichenko blieb aber in der Ankermauer stecken (30.), in der 35. Minute setzte sich Schröder auf der linken Seite gut in Szene, doch der Ball landete am Außennetz. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel kam Steve Krökel dann im Strafraum völlig freistehend zum Schuss, doch Vierow klärte mit Fußabwehr.

Nach der Pause blieb das Spiel ausgeglichen, die Gastgeber hatten zwar optisch etwas mehr vom Spiel, doch die gut stehende Abwehr der Elf von Trainer Ulli Schulze, der Ex-Magdeburger dirigierte seine Elf über neunzig Minuten lautstark von der Außenlinie, ließ erst in der 64. Minute die nächste Chance zu. Philipp Aldinger hatte sich bis zur Grundlinie durchgetankt, sein Eingabe kam aber in den Rücken der Ankerstürmer. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Platzherren bereits in Unterzahl, denn Andreas Maronn hatte innerhalb von drei Minuten die gelbe und dann die gelb/ rote Karte gesehen. Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich klar, das ein Treffer die Partie höchstwahrscheinlich entscheiden würde. Und so war es dann auch, als ein Freistoß von Mamadou Sabaly aus gut und gerne dreißig Metern immer länger wurde und im langen Eck des Warener Tores einschlug. Jetzt machten die Schulze-Burschen mehr für den Angriff, Matriey Nikolaychuk blieb der Dreh-und Angelpunkt im Warener Spiel. Unmittelbar nach der Führung der Wismarer Elf die klarste Chance der Gäste, doch ein Schuß von Bohoridichenko strich am langen Pfosten vorbei. Weitere Möglichkeiten konnte sich der Neuling aber nicht erarbeiten, zu sicher stand diesmal die Abwehr um die Manndecker Helge Tews und Mario Peter.

„Ein toller Abschluss für uns. Die Jungs haben sich selbst das beste Weihnachtsgeschenk gemacht und wir können jetzt wieder aus eigener Kraft oben mitmischen. Eigentlich ist es sogar schade, dass jetzt die Winterpause beginnt, denn nach fünf Siegen in Folge hätten wir gerne auch noch das halbe Dutzend voll gemacht“, freute sich Rietentiet über den knappen, aber hochverdienten Sieg, seiner Elf.

FC Anker mit:Trommer – Pingel – Peter, Tews – Diallo, Sabaly (73. Prehn), Aldinger, Thiemann, Maronn, – Krökel (73. Sperling), Namyslack (61. Lojewski).