Verbandsliga - 15. Spieltag: FC Anker Wismar - SV Warnemünde 4:3 (1:3)
08.12.2002
Der FC Anker Wismar gewann am Sonntag im Kurt-Bürger-Stadion sein Heimspiel gegen die Elf aus Warnemünde mit 4:3. Dabei sah es nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit überhaupt nicht so aus, als ob unsere Mannschaft das Spiel gewinnen könnte. Die Gäste aus Warnemünde waren durch Tore in der 9., 19. und 32. Minute bereits mit 3:0 in Führung gegangen - lediglich der Anschlusstreffer zum 3:1 gelange dem eingewechselten Steve Krökel noch vor der Pause.
Wieder drei Kopfballtreffer der Ankercrew
Die Zahl 13 wäre dem FC Anker Wismar fast zum Verhängnis geworden. Lange Zeit schien es so, als sollte die Ankercrew nach zwölf Spielen ohne Niederlage die zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen, denn nach einer guten halben Stunde Spielzeit lag die Mannschaft gegen den Tabellenletzten mit 0:3 zurück. Es wurde das erwartet schwere Spiel für die Hansestädter, denn die Elf aus Warnemünde hatte in diesem Spiel nichts zu verlieren, konnte eigentlich nur gewinnen.
Nachdem die Gastgeber ihre ersten Chancen vergeben hatten, ein Freistoß von Sebastian Namyslack blieb in der Warnemünder Deckung stecken (2.), während ein Kopfball von Mamadou Diallo über das Tor strich (6.), machten es die Seebadstädter bei ihrem ersten Angriff gleich besser. Nach einem Fehler von Lars Sperling im Mittelfeld zog Borchardt auf der linken Seite Richtung Ankertor, zog einfach ab und der etwas zu weit vor postierte Mathias Trommer konnte das Leder nicht mehr über die Latte lenken (9.). Der zweite Rückschlag dann in der 19. Minute als Uwe Thiemann einen Freistoß von Thomas Reif in die eigenen Maschen köpfte. In dieser Phase standen die Platzherren völlig neben sich, wurde nicht konsequent gedeckt, hatten die Spieler arge Probleme mit den sehr ungünstigen Platzverhältnissen. "Warum wir heute nicht auf dem Kunstrasenplatz gespielt haben", blieb nicht nur den Spielern ein Rätsel. "Als Entschuldigung kann das aber nicht gelten, denn alle Aktiven mussten mit diesen widrigen Bedingungen fertig werden", wollte Co-Trainer Manfred Körner die desolate Leistung nicht alleine auf die Platzverhältnisse zurückführen. Als dann Jan Kirchenberg in der 36. Minute fast unbedrängt die Warnemünder Führung auf 3:0 ausbaute, platzte Rietentiet der Kragen und er beorderte mit Steve Krökel (für Lars Sperling) und Jens Machold (für Uwe Thiemann) zwei frische Kräfte aufs Feld.
Und dieser Zug erwies sich als Glücksgriff, denn nachdem Krökel noch vor der Pause mit einem Kopfball den Treffer zum 1:3 gesetzt hatte, war er es auch, der mit seinem zweiten Tor in der 49. Minute endgültig zum Sturmlauf blies. Erneut war Krökel in dieser Szene mit dem Kopf erfolgreich, diesmal nach Flanke von Jens Machold. Und der Sturmlauf auf das Warnemünder Tor wurde bereits in der 58. Minute belohnt, als Mamadou Sabaly mit einem Kunststückchen den Ausgleich erzielte. Eine gefühlvolle Flanke von Sebastian Namyslack nahm der Senegalese gekonnt an um das Leder dann mit dem Hacken ins Tor zu befördern. Fast hätte "Sabby" in der 76. Noch einmal scharf nachgewaschen, doch sein Direktschuss landete an der Querlatte. So war es dem aufgerückten Helge Tews vorbehalten, gegen seine alten Mannschaftskameraden das Siegtor zu erzielen. Nach einer Flanke von Philipp Aldinger schraubte er sich am höchsten und machte mit dem dritten Kopfballtor den verdienten Sieg seiner Elf perfekt. "Zweimal in Folge hat die Mannschaft nun einen Rückstand wettgemacht. Nach dem 0:2 in Schönberg nun sogar ein 0:3 noch umgebogen. Die Moral stimmt also im Team. Gegen den SV Waren am nächsten Sonnabend darf uns aber nicht wieder so ein desolater Start passieren, da muss die Abwehr deutlich aggressiver beginnen", hatte Rietentiet nach dem Abpfiff deutliche Worte an seine Spieler gerichtet.




