Verbandsliga - 12. Spieltag: FC Anker Wismar - Pasewalker FV 6:1 (2:0)

10.11.2003

Die Vorpommern waren mit dem festen Vorhaben an die Ostsee gereist, dem Torgelower Greifen Schützenhilfe zu leisten. Für dieses Vorhaben hatte Trainer Ingo Latzkow fast seine Wunschelf auf dem Platz. Nach den Rotsperren waren Filus Enrico sowie Ronny Wohlgemuth wieder einsatzberet und auch Spielmacher Daniel Pankau war wieder fitt. Die besten Voraussetzungen also, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Torfolge:
1:0 (22.) Thomas Haese (sein 7. Saisontor)
2:0 (35.) Rene Ratke (sein 2. Saisontor)
3:0 (46.) Stephan Müller (sein 5. Saisontor)
4:0 (58.) Mamadou Diallo (sein 2. Saisontor)
4:1 (58.) Marco Schmidt
5:1 (82.) Artur Katuzny (Eigentor nach scharfer Eingabe von Andre Hildebrandt)
6:1 (89.) Sebastian Rietz (sein 2. Saisontor)

Platzherren schossen sich Frust von der Seele

Dazu kam, dass das Wismaer Trainerduo auf Grund von Verletzungen in der Abwehr umstellen musste und der bisher beste Torschütze, Enrico Maaßen an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stand. Doch das Konzept ging in der ersten Halbzeit nicht auf, denn über weite Strecken waren die Platzherren die eindeutig spielbestimmende Elf. Die Latzkow-Burschen versteckten sich zwar nicht Christian Hell und Rene Rüh waren oft in der Hälfte der Wismarer zu finden, doch bis auf einen Pfostenknaller von Hell sprang nichts heraus. Die Hansestädter machten es besser. Nachdem Uwe Thiemann in der 7. Minute noch zweimal an Daniel Dau gescheitert war, netzte der Ex- Schönberger Thomas Haese in der 22. Minute clever ein. Nach Zuspiel von Philipp Aldinger Lupe er das Leder gekonnt über den herausstürzenden Keeper der Vorpommern hinweg. Dann die drei Minute, die es in sich hatten. In der 33. Minute landete ein Schuss von Stephan Müller an der Latte, im Gegezug der bereits erwähnte Pfostenschuss der Pasewalker, und wieder nur eine Minute später das 2:0 für die Platzherren. Nach einer tollen Kombination aus der eigenen Hälfte heraus war Rene Ratke zum 2:0 erfolgreich. Und da alle guten Dinge drei sind, scheiterte Thiemann in der 43. Minute erneut am Pfosten.

Der Minutenzeiger hatte nach dem Pausentee noch keine volle Runde gedreht, da hatte es schon wieder im Gehäuse der Pasewalker eingeschlagen. Nach einem zu kurz abgewehrte Eckball landete das Leder bei Stephan Müller und der schoss unhaltbar ein. Und die Überlegenheit der Platzherren hielt an und nach einer erneuten bwehrschwäche war Mamadou Diallo per Kopf erfolgreich. Im Gegenzug das 1:4 durch Marko Schmidt, der einen Fehler in der Hinterannschaft. Danach die beste Pasewalker Zeit, doch Christian Hell vergab zwei gute Möglichkeiten (69. und 72.). Wie verunsicherte die Latzkow-Burschen bei den Angriffen der Wismarer waren zeigte auch die Tatsache, dass Libero Artur Katuzny in der 82. Minute eine scharfe Eingabe von Andre Hildebrandt über die eigene Linie beförderte-. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte der eingewechselte Sebastian Rietz, der Dau mit einem strammen Schuss keine Abwehrchance ließ. Für Rietzer war es das beste nachträgliche Geburtstagsgeschenk zu seinem 24. Ehrentag, den er am Freitag beging.

Während Ankertrainer Axel Rietentiet von einem sehr guten Spiel seiner Elf sprach, war PFV- Trainer Ingo Latzkow völlig deprimiert. „Wir haben uns einfach zu glatt angestellt. Man kann bei einem Aufstiegsaspiranten nicht derart sorglos agieren. Mit diesem Angriffsfussball konnten wir in der Landesliga bestehen, aber nicht in der Verbandsliga. Zudem kamen die vielen individuellen Fehler, die die Wismarer regelrecht zum Toreschießen einluden. Wie die Partie gelaufen wäre, wenn wir in der 33. Minute den Ausgleich erzielt hätte, bleibt so unbeantwortet“, war der Coach sauer nach der herben Klatsche.

FC Anker mit: Trommer - Diallo - Peter, Klann - Aldinger, Thiemann (51. Machold), Müller, Prehn, Hildebrandt - Ratke (73. Sperling), Haese (77. Rietz).