Überraschung gegen Aufstiegsaspiranten?

31.03.2006


Ein Verein von großem Ruf kommt am Sonntag in die Hansestadt Wismar. Der SV Babelsberg 03 ist dann um 14 Uhr zu einem Oberliga-Punktspiel beim FC Anker Wismar zu Gast. Der Tabellenletzte Anker Wismar wartet weiter auf einen Sieg, während die Babelsberger noch berechtigte Träume auf den Aufstieg hegen. Und das trotz der bitteren 0:5-Klatsche vom vergangenen Sonnabend gegen den aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufstiegswilligen Tabellenführer MSV Neuruppin.

Gestern Abend waren die Babelsberger noch einmal gegen eine Neuruppiner Mannschaft gefordert. Im brandenburgischen Landespokal-Viertelfinale wurde das Reserve-Team des MSV (Landesliga) mit etwas Mühe mit 2:1 n.V. bezwungen. Ob die „englische Woche“ des Aufstiegskandidaten den Wismarern in die Karten spielt, ist für Ankers Trainer unwesentlich. „Jeder hier kennt den SV Babelsberg. So ein Gegner motiviert von alleine“, sagt Bego Catic, der in seinem vierten Pflichtspiel als Trainer für eine Überraschung sorgen und die ersten Rückrunden-Punkte einfahren will.

Doch an der Motivation scheint es nicht zu liegen. Vielmehr wird um die Qualität des Kaders diskutiert. Bego Catic stellt sich vor die Mannschaft. „Als wir hier angetreten sind, standen wir schon mit elf Punkten unten drin, mussten uns schnell finden und dann spielen auch noch alle gegen uns“, erklärt der Trainer mit Blick auf die regelmäßig punktenden Mitkonkurrenten. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt bereits neun Punkte. Gegen die Babelsberger soll Anker nach Vorstellung des Trainers mit einer offensiveren Variante antreten: „Wenn wir uns gegen diesen Gegner hinten rein stellen, kassieren wir fünf, sechs Tore. Nein, wir müssen selbst aktiv werden, keine Freiräume zulassen und an der Mittellinie gleich draufgehen", fordert Catic. Dabei kann er vermutlich auf sein komplettes Personal zurückgreifen. Das einzige Sorgenkind ist Daniel Schnee, den in dieser Woche eine Zerrung heimgesucht hat. Am Sonntag kann er wohl dennoch spielen. Die Babelsberger haben gemeinsam mit Neuruppin die meisten Siege auf dem Konto. Elf von 16 Begegnungen konnte die Mannschaft von Rastislav Hodul gewinnen. Die beeindruckende Serie, seit fast drei Jahren kein Heimspiel mehr verloren zu haben, ist am vergangenen Wochenende gerissen.

Robert Schwarz