TSG-Fünf düpierte Konkurrenz

05.01.2003

Nachdem die TSG Wismar beim Wittingercup in Mecklenburg nur knapp geschlagen auf dem 2. Platz gelandet war, hat die TSG-Fünf nach einjähriger Unterbrechung wieder das eigene Hallenturnier gewonnen. Mit vier Siegen in vier Spielen zeigte sich die Mannschaft von Trainer Werner Sewe allen anderen Konkurrenten deutlich überlegen und bewies wieder einmal, dass sich das jahrelange Hallentraining auszahlt und die Mannschaft das beste Hallenteam der Region ist.

Verbandsligisten nur auf den folgenden Plätzen – MSV chancenlos

Einen wichtigen Grundstein legten die Hansestädter bereits im ersten Spiel gegen den späteren Zweiten, den Sievershäger SV. Schnell konnte ein 2:0-Vorsprung erzielt werden, der trotz des Anschlusstreffer der Randrostocker durch Petzold nicht gefährdet wurde. Im Gegenteil, der spätere Torschützenbeste Enrico Maaßen stellte mit dem Treffer zum 3:1-Zwischenstand die Weichen endgültig auf Sieg. Im zweiten Turnierspiel kam es dann zum Aufeinandertreffen des Pokalverteidigers FC Anker Wismar mit der Moschke-Fünf aus Papendorf. Die Papendorfer waren mit der Empfehlung angereist, am Abend zuvor das gut besetzte Hallenturnier des Grevesmühlener FC souverän gewonnen und dabei 400,- € Siegpränmie kassiert zu haben. Ihrer Favoritenstellung wurden die Papendorfer aber nicht nur in dieser Partie nicht gerecht. So siegte die Ankercrew durch die Treffer von Andre Priebe und Sebastian Namyslack auch verdient mit 2:0-Toren. Die einzige Mannschaft die bei der 24. Turnierauflage etwas abfiel, war der Bezirksligist aus Dorf Mecklenburg.

In den Spielen gegen die TSG Wismar und den FC Anker Wismar musste sich die Mannschaft von Trainer Bernd Stellmacher jeweils klar mit 0:4 geschlagen geben. So hatten beide Wismarer Teams zur Halbzeit des Turniers jeweils zwei Siege auf dem Konto, die Ankercrew sogar noch eine blütenweiße Torweste. Nach der Turnierpause mit einem Einlagespiel der Nachwuchsabteilung, musste das Team von Trainer Werner Sewe zuerst auf das Parkett und die TSG-Spieler lösten auch die Hürde Papendorf souverän. Zwar ließen die Gastgeber nach einer klaren 3:0-Führung die Randrostocker noch auf 2:3 herankommen, die Gefahr eines Punktverlustes bestand aber zu keiner Zeit. Jetzt musste Pokalverteidiger FC Anker nachlegen, aber auch der Sievershäger SV, am Vortag in Grevesmühlen Turnierzweiter, rechnete sich noch Siegchancen aus. So kam es zu einer von der Taktik er geprägten Partie, in der die Sievershäger 40 Sekunden vor dem Abpfiff zum etwas glücklichen, aber auch nicht unverdienten, Siegtor durch Robert Petzold kamen. Im achten Turnierspiel stand der Meckelnburger SV dann doch dicht vor dem ersten Sieg, denn Birger Ortmann hatte sein Team gegen die enttäuschenden Papendorfer in Führung gebracht. Steve Ridder und Adrian Brosch (24 Sekunden vor dem Abpfiff), machten diesen Siegtraum der Mecklenburger aber zunichte.

Im vorletzten Turnierspiel dann das lange erwartete Highlight, das Aufeinadertreffen beider Wismarer Vertretungen. Die Gastgeber, mit den drei Siegen im Rücken, begannen etwas verhalten, so das Marcel Prehn die beiden ersten Chancen hatte. Doch die Sewe-Burschen zeigten sich deutlich abgebrühter und Maik Kerinn nutzte gleich die erste Cance zur Führung. Doch der FC Anker gab sich noch lange nicht geschlagen, hatte die Mannschaft doch durch einen Sieg den Pokal noch verteidigen können. Marcel Prehn sorgte dann in der 11. Minute auch für den Ausgleich, doch ein grober Schnitzer des Verbandsligisten ermöglichte Steffen Dettmann den Treffer zum 2:1, gleichzeitig der umjubelte Endstand und der Pokalgewinn. In der lezten Turnierbegegnung war somit die Luft etwas raus, der Sievershäger SV ließ sich nicht mehr überraschen und sicherte sich mit einem klaren 5:0- Sieg, es war gleichzeitig der höchste Erfolg an diesem Nachmittag, den 2. Turnierplatz. „Wir haben heute nicht ganz an die gute Leistung vom Wittingercup anknüpfen können. Die Niederlage gegen Sievershagen so kurz vor Schluss war sicher etwas unglücklich, aber mit der TSG-Fünf hat heute das cleverste Team gewonnen", beglückwünschte Ankertrainer Axel Rietentiet die Gastgeber zum verdienten Turniersieg.

Ergebnisse:

1.TSG Wismar – Sievershäger SV 3:2
Tore: 1:0 Katzke, 2:0 Peters, 2:1 Petzold, 3:1 Maaßen, 3:2 Petzold

2.SG Warnow Papendorf – FC Anker Wismar 0:2
Tore: 0:1 Priebe, 0:2 Namyslack

3.Mecklenburger SV – TSG Wismar 0:4
Tore: 0:1 Maaßen, 0:2 Groth, 0:3 Kerinn,0:4 Maaßen

4.Sievershäger SV – SG Warnow Papendorf 6:3
Tore: 0:1 Ridder, 1:1 Röpcke, 1:2 Weiß, 2:2 Krieg, 3:2 Hopp, 4:2 Rosse, 5:2 Hopp, 6:2 Röpcke, 6:3 Grahnert

5.FC Anker Wismar – Mecklenburg 4:0
Tore: 1:0 Namyslack, 2:0 Namyslack, 3:0 Lojewski, 4:0 Krökel,

6.TSG Wismar – SG Warnow Papendorf 3:2
Tore: 1:0 Kerinn, 2:0 Maaßen, 3:0 Peters, 3:1 Tabel, 3:2 Weiß

7.Sievershäger SV – FC Anker 1:0
Tore: 1:0 Petzold

8.SG Warnow Papendorf – Mecklenburger SV 2:1
Tore: 0:1 Orthmann, 1:1 Ridder,2:1 Brosch

9.FC Anker Wismar – TSG Wismar 1:2
Tore: 0:1 Kerinn, 1:1 Prehn, 1:2 Dettmann

10.Mecklenburger SV – Sievershäger SV 0:5
Tore: 0:1 Röpcke, 0:2 Krieg, 0:3 Petzold, 0:4 Petzold, 0:5 Hopp

Endstand:

1.TSG Wismar
12 : 5
12
2.Sievershäger SV
14 : 6
9
3.FC Anker Wismar
7 : 3
6
4.SG Warnow Papendorf
7 : 12
3
5.Mecklenburger SV
1:15
0



Die Aufgebote im Einzelnen:

TSG Wismar: Sykora – Maaßen, Katzke,Groth, Peters, Dettmann, Gehde, Schröder, Kerinn

Sievershäger SV: Gruner –Rosse, Neumann, Krieg, Röpcke, Hopp, Petzold

FC Anker Wismar: Falke – Goebel, Lojewski, Sperling, Priebe, Prehn, Krökel, Namyslack, Maronn, Rietz

SG Warnow/ Papendorf: Vogg, Thesenwitz – Käkenmeister, Grahnert, Bahr, Albrecht, Brosch, Freitag, Tabel, Ridder, Mellendorf, Weiß

Mecklenburger SV: Pieth – Kluge, Binder, Oldendorf, Zucker, Schönberg, Ortmann, Müller, Peters

Bester Spieler: Mathias Hopp (Sievershagen)

Bester Torwart: Hannes Sykora (TSG Wismar)

Bester Torschütze: Enrico Maaßen (TSG Wismar) nach 9-Meterschießen gegen drei weitere Spieler (im Tor dabei Andre Falke (FC Anker Wismar)