Trainer fordert Wiedergutmachung
26.08.2005
Morgen spielt Oberligist FC Anker Wismar im Pokal gegen den SV Teterow. Die Anker-Elf soll im Auswärtsspiel Selbstvertrauen tanken. Das morgige Pokalspiel beim SV Teterow kommt Enver Alisic gerade recht. Der Trainer des FC Anker Wismar will den Gegner aus der Landesliga Ost zwar nicht unterschätzt wissen. Nach dem enttäuschenden 2:2 in der Oberliga beim SV Falkensee/Finkenkrug bietet das Auswärtsspiel seinen Spielern aber die Chance, Selbstvertrauen zu tanken. Die Begegnung bei den zwei Klassen tiefer spielenden Teterowern wird morgen um 15 Uhr im Bergring-Stadion angepfiffen.
„Das Team braucht Bestätigung. Die kann es sich im Pokalspiel holen, denn es gibt einige Fehler wieder gut zu machen", sagte der Anker-Chefcoach mit Blick auf die „zwei verschenkten Punkte“ vom vergangenen Sonnabend. Dass vom ersten Tag an alles reibungslos verlaufen würde, hatte Alisic ohnehin nicht erwartet. Er brauche sechs Spieltage, um die Spieler zu verstehen und diese ebenso lange, um sich an ihn zu gewöhnen. Mit einem sonntäglichen Straftraining, Einzelgesprächen und Abwechslung im Trainingsalltag hat der Erfolgstrainer seine Mannschaft in dieser Woche auf die nächsten Aufgaben vorbereitet. Am Dienstag und Mittwoch hat sich Enver Alisic frei genommen. Co-Trainer Mathias Tietze und Torwart-Trainer Jan Paulenz haben an diesen beiden Tagen die Trainingseinheiten geleitet.
Auch wenn nur ein Punkt aus den letzten beiden Oberliga-Begegnungen zu Buche steht, erkennt der Fußball-Lehrer stetige Fortschritte. „80 Prozent der Spieler haben meine Philosophie verstanden und sich gut in die Mannschaft integriert.“ Als beispielhaft nennt Alisic die Entwicklung von Alexander Klann, Florian Zysk und David Rosinski. Sie dürfen auch in Teterow auf einen Einsatz von Beginn an hoffen. Nicht dabei sind der angeschlagene Torhüter Norman Köhlmann und Sebastian Mahnke, der gerade ein Reha-Programm absolviert. Bei Bastian Laschkowski (Zerrung) und Mark Weidemann (Milzprellung) will die Mannschaftsführung kein Risiko eingehen. Die beiden sollen nur spielen, wenn sie hundertprozentig fit sind. Die Rückenverletzung von Ivan Buljanovic scheint dagegen nicht so gravierend zu sein, dass er nicht auflaufen könnte.
Ein anderer Grund könnte ihn am Einsatz hindern. Nach den Richtlinien des Landesfußballverbandes (LFV) dürfen nur drei Nicht-EU-Ausländer für eine Mannschaft gleichzeitig spielen. In diese Kategorie fallen Modou Lowe (Katar), Ivan Buljanovic, Josko Goreta und der kürzlich freigegebene Marijo Harmat (alle Kroatien) – mindestens einer von ihnen wird auf der Bank Platz nehmen müssen. Die Ungarn in Diensten der Wismarer fallen nach der pragmatischen EU-Auslegung des LFV nicht unter diese Regelung.
Die erste Landespokalpartie erlaubt auch einen Blick voraus auf die Ziele in diesem Wettbewerb. „Ich sehe den Pokal als Herausforderung an und wir werden versuchen, ihn zu gewinnen“, blickt Alisic optimistisch voraus. In seiner achtjährigen Geschichte hat der FC Anker den Landespokal noch nie gewonnen.




