Testspiel: Rostocker FC - FC Anker Wismar 0:1 (0:0)
21.01.2006
Direkt aus dem viertägigen Trainingslager in der Sportschule in Parchim war der FC Anker zu seinem dritten Testspiel zum Rostocker FC gereist. Zwar waren die Wismarer durch das Trainingslager an Schnee und Kälte gewöhnt, doch in Rostock auf dem Kunstrasenplatz des FC Hansa lernten sie eine andere Art der Aufwärmarbeit kennen, denn vor dem Spiel musste der Platz erst vom Schnee beräumt werden. Die Partie selbst blieb lange Zeit sehr ausgeglichen, denn die junge Rostocker Mannschaft war vor allem durch lange Abschläge und lange Pässe in die Spitze mehrfach sehr gefährlich.
Weitere Bilder vom Spiel in der Galerie >>
Jakov Kolak traf zum Sieg
Bereits in der Anfangsphase musste Norman Köhlmann im Tor des Oberligisten mehrfach in höchster Not eingreifen. Die erste Chance für die Elf von Trainer Enver Alisic ergab sich in der 16. Minute, doch Josko Goreta verpaßte die Eingabe von Florian Zysk. In der Schlussphase der ersten Hälfte hatten beide Teams dann jeweils noch eine Großchance. Während sich Köhlmann erneut gegen einen frei durchgebrochenen Rostocker durchsetzen musste, lag der Ball nach einem Freistoß von Radovic, anschließender Kopfballverlängerung von Goreta und dem folgenden Schuss von Sinisa Kek im Tor des RFC, doch der Unparteiische entschied auf Abseits. Nach dem Seitenwechsel erkämpfte sich der Oberligist langsam ein Übergewicht und hatte durch „Gogo“ Kek ein Riesenchance, aber er scheitere an Rostocks Keeper Krüger (56.).
Doch auch die Wismarer Elf hatte immer wieder Mühe, die gefährlichen Konter der Hausherren zu stoppen. So musste der eingewechselte Laszlo Zsigry in der 70. Minute Kopf und Kragen riskieren, um einen Schuss aus sechzehn Metern noch über die Latte zu lenken. Besser machte es die Ankercrew, denn nach einem Eckball von Ante Simunac wuchtete Jakov Kolak die Kugel per Kopf ins Netz. Nur drei Minuten später hatte der ebenfalls eingewechselte Daniel Brunsch per Kopf die Chance zu erhöhen, doch sein Kopfball nach Flanke von Thomas Kählert strich über das Rostocker Gehäuse. Zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte dann noch Minja Radovic, er spielte das erste Mal nach seiner Verletzung beim Hallenturnier in Grevesmühlen die Chance zum 2:0, doch sein Knaller aus 16 Metern landete an der Latte des RFC-Gehäuses.
„Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft sehr zufrieden. Schade, dass wir unsere guten Möglichkeiten vergeben haben. Ein Unentschieden war durchaus möglich für uns, aber am Ende ist der Sieg der Wismarer auch nicht unverdient“, sagte Rostocks Trainer Wolfgang Moschke.
Andreas Kirsch




