Szenen für Polizeiruf 110 spielen in FC Ankers „guter Stube“
25.10.2004
Das Kurt-Bürger-Stadion an der Bürgermeister-Haupt-Straße war Freitagmorgen großräumig abgesperrt. Grund für die vielen roten Flatterbänder waren Dreharbeiten für einen der nächsten spannenden Fälle der Kommissare Jens Hinrichs und Tobias Törner, die in der Reihe „Polizeiruf 110“ ausgestrahlt werden.
Motivsucher und so genannte Location-Scouts waren auf der Suche nach einer Kulisse für den Beginn der Geschichte auf das Wismarer Stadion gestoßen. Das Grün, auf dem der FC Anker Wismar zu Hause ist, wurde in die Dreharbeiten einbezogen. Und nicht nur das. In Zusammenarbeit mit der OSTSEE-ZEITUNG wurden die Fans gesucht, die auf Kommando in die Kamera jubelten. Viele Statisten meldeten sich und werden sich bald im Fernsehen betrachten können. Dabei konnte man sehen, wie das Fernsehen arbeitet. Weniger als zehn Meter Tribünenbreite wurden durch die Komparsen besetzt und doch wird daraus in der Endfassung eine Tribüne voller frenetischer Anker-Fans. Und auch die Hausherren spielten mit. Sowohl Spieler der „Ersten“ als auch der „Zweiten“ und der A-Junioren-Mannschaft hatten sich Tage vorher auf besondere Spielzüge konzentriert und diese einstudiert.
Aber wie das Leben so spielt, gingen bei den Aufnahmen so viele „100-Prozentige“ ins Tor-Aus, dass Anker-Vizepräsident Wilfried Firgt und Geschäftsstellenleiter Jürgen Prüter beinahe „verrückt“ geworden wären. Lauter als der Regieassistent mit Megaphon machte Zaungast Firgt den Aktiven auf dem Rasen klar, dass der Ball wie abgesprochen ins Tor geschossen werden soll. Auch die Cheerleader waren mit dabei und hüpften sich morgens um acht Uhr warm. Nach den ersten Einstellungen gingen dann die Schauspieler Henry Hübchen und Uwe Steimle an ihr Tagewerk. Für die Schlägerei, die auf den Tribünen stattfinden sollte, wurden übrigens eigens Stuntmen eingesetzt.




