Steffen Hildebrandt traf ins eigene Tor
17.08.2009
Der FC Anker Wismar erzielte Sonnabend bei der Oberligareserve des Greifswalder SV 04 einen knappen aber verdienten 3:2-Erfolg. Das zweite Punktspiel der Saison hatte für die Wismarer Elf sehr gut begonnen, denn als erst eine Viertelstunde gespielt war, lag das Team von Cheftrainer Timo Lange bereits mit 2:0 in Führung. Von Beginn an übernahmen die Gäste die Initiative, aber die Greifswalder Hintermannschaft stand sehr gut, sodass es anfänglich schwer für die Ankerstürmer Sissoko Moussa und Marcel Heine war, sich entscheidend durchzusetzen.
Doch in der 11. Minute drang Stefan Schwandt bis zur Grundlinie durch, und seine gefühlvolle Eingabe drückte der mit aufgerückte Abwehrspieler Mathias Schnöckel mit dem Kopf über die Linie. Vier Minuten später lief ein Ankerangriff über die rechte Seite, die gefährliche Flanke wurde zwar von Andre Hildebrandt verpasst, doch sein Greifswalder Namenskollege fälschte die Kugel ins eigene Netz ab. Der Name „Hildebrandt" sollte jetzt im Laufe der Begegnung immer öfter auftreten. Nach diesem Eigentor von Christian Hildebrandt musste Ankers Andre Hildebrandt mit einer alten Oberschenkelverletzung vom Platz, seine Stelle nahm sein Bruder Steffen ein. „Ich war mir sicher, dass die Verletzung seit dem Spiel in Waren abgeklungen war. Bis zum Warmmachen hatte ich absolut keine Probleme. Jetzt werde ich wohl frühestens in zwei Wochen wieder einsatzbereit sein", ärgerte sich der Mittelfeldspieler über seine schnelle Verletzung. Nach dieser frühen Führung stockte das Angriffsspiel der Gäste aber. Zwar blieb der FC Anker optisch weiter überlegen, klare Chancen wurden in der ersten Hälfte aber nicht mehr erarbeitet. In der Halbzeitpause forderte Trainer Timo Lange dann auch wieder ein aggressiveres Spiel und ein schnelles Tor.
Doch nicht das Ankerteam, sondern die Gastgeber fanden nach dem Seitenwechsel besser in die Partie. Ein gefährlicher Eckball in der 47. Minute, ein beherztes Eingreifen von Johannes Höcker gegen Danny Martens (50.) und ein gefährlicher Kopfball von Claas Weinmar (56.) belegten das. Erst in der 66. Minute hatte Sissoko Moussa nach einer Eingabe von Stefan Schwandt die nächste Möglichkeit für die Hansestädter, doch sein Schuss strich am langen Pfosten vorbei ins Aus. In den letzten zwanzig Minuten wurde es dann noch einmal richtig spannend. Nachdem Christian Hildebrandt die Boddenstädter mit einem unhaltbaren Schuss auf 1:2 herangebracht hatte, war die Partie plötzlich noch einmal offen. Als sich dann in der 79. Minute Fabian Bröcker nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld schön durchgesetzt und den Greifswalder Keeper mit dem Treffer zum 3:1 überwunden hatte, schienen die Kräfteverhältnisse wieder zurechtgerückt. Doch dann kam das nächste Mal ein „Hildebrandt" ins Spiel, diesmal Steffen, der eine Flanke von der rechten Seite so unglücklich für Anker-Keeper Johannes Höcker abfälschte, dass die Kugel im eigenen Netz landete.
„Ich hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass diese Partie kein Selbstgänger wird, denn alle Mannschaften versuchen gegen uns zur Höchstform aufzulaufen. Am Ende zählt dann nur ein Sieg. Die Ergebnisse des Spieltages, zum Beispiel der 6:0-Sieg von Drögeheide gegen den Mitfavoriten Sievershäger SV, zeigen, wie ausgeglichen die Verbandsliga ist. Ich bin mir aber sicher, dass wir unseren Weg gehen werden", so Ankertrainer Timo Lange.
Am kommenden Sonnabend erwarten die Hansestädter im heimischen Kurt-Bürger-Stadion, Anstoß: 14 Uhr, den Tabellennachbarn FSV Malchin.
Statistik: Tore: 0:1 (11.) Mathias Schnöckel, 0:2 (15.) Christian Hildebrandt, Eigentor, 1:2 (70.) Christian Hildebrandt, 1:3 (79.) Fabian Bröcker, 2:3 (82.) Steffen Hildebrandt, Eigentor
SR.: Andreas Becker (Rostock).
FC Anker Wismar mit: Höcker - Gierahn, Seering, Laumann, Schnöckel - Rosinski, A. Hildebrandt (16. S. Hildebrandt), Bröcker, Schwandt - Heine (90. Wulff), Moussa (81. Riebschläger).
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




