Spuckeinlage bei 2:4 Niederlage

20.02.2012

Fußball – Der FC Anker Wismar ist mit einer 2:4-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten aus Torgelow in die Rückrunde der Oberliga gestartet. Am Ende ist das Team für eine engagierte Leistung über 70 Minuten vor 160 Zuschauern nicht belohnt worden, denn die Hausherren waren dem Aufstiegsaspiranten lange ebenbürtig. Zwei Dinge haben dann aber doch den Unterschied gemacht: Zum einen die rote Karte für Anker-Mittelfeldspieler Alexander Bernwald, dessen Spucken vom Unparteiischen mit dem Platzverweis geahndet wurde, und die Schlafmützigkeit der Wismarer Hintermannschaft bei Standards. „Im Abwehrbereich sind wir im Augenblick weit von der Oberligatauglichkeit entfernt. Da nutzt es nichts, wenn wir dem Gegner bis zum Platzverweis ebenbürtig waren, am Ende haben uns drei Standardsituationen zumindest einen Punkt gekostet. Einzig der Treffer zum 1:1-Ausgleich durch Clemens Lange war ein schön herausgespieltes Tor“, ärgerte sich Mannschaftskapitän Fabian Bröcker über das Defensivverhalten seines Teams. Auf der abschließenden Pressekonferenz zeigte sich auch Wismars Trainer Timo Lange über diese Niederlage enttäuscht. „Bis zur 87. Minute konnten wir trotz Unterzahl auf einen Punkt hoffen. Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir deutlicher führen können. Ein 2:0 oder später ein 3:1 waren durchaus möglich. Wir wussten, dass Torgelow eine gute Mannschaft ist und daher wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wir haben aber auch gesehen, dass,wenn meine Mannschaft konzentriert spielt, sie durchaus in der Lage ist, mit einer solchen Spitzenmannschaft mitzuhalten. Umso ärgerlicher sind dann die drei Treffer nach Standardsituationen, die dann die Entscheidung für das clevere Team bringen“, so Lange. Nach ausgeglichenem Auftakt hatten die Gastgeber eine sehr gute Phase, in die auch die Führung fiel. Nach einer schönen Kombination über David Rosinski und Sebastian Schiewe kam die Kugel zu Martin Giermeier, der ließ drei TSV-Spieler stehen und schob das Leder ins lange Eck. Zwei Minuten später rettete Torgelows Keeper Andre Ronneburg gegen einen Direktschuss von Rosinski. Selbst nach dem Ausgleich durch einen unhaltbaren „Hammer“ von Clemens Lange (früher Hansa Rostock und VfB Lübeck) ließ sich Anker seine Spielfreude nicht nehmen und kam im Nachsetzen im Anschluss an einen Freistoß zur erneuten Führung. Aber auch diese Führung konnten die Platzherren nicht bis zur Pause behaupten. Ein Eckball von Christian Preiss (39.) segelte durch den gesamten Ankerstrafraum und fand am langen Pfosten Christoph Stöter, der unbedrängt einnetzen konnte.

von Andreas Kirsch