Spiel gegen 1. FC Union fällt Winter zum Opfer

15.03.2006


Die Zuschauerränge und Treppenaufgänge sind verschneit und zugeweht. Der tiefgefrorene Rasen selbst ist zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch mit Schnee bedeckt. Ein Tribut an den Winter, den auch das Wismarer Kurt-Bürger-Stadion zahlen muss. Vor dem Hintergrund des für diesen Sonntag angesetzten Punktspiel des FC Anker Wismar gegen den 1. FC Union Berlin fand gestern eine Begehung das Stadions statt. Wenn überhaupt, dann müsste nämlich dieses Spiel dort stattfinden, darüber waren sich Ankervorstand und Vertreter der Stadt einig.

Auf dem Kunstrasenplatz könne man jedenfalls die geforderten Sicherheitsauflagen nicht erfüllen. „Seitens des Fußballverbandes wurde dieses Spiel als Risikospiel eingestuft. Wir müssen mit mehr als 1000 Berliner Fans rechnen“, erklärte Jürgen Prüter, Leiter der Anker-Geschäfststelle. Nach dem Lokaltermin schätzte Jürgen Hempel als Vertreter der Stadt die Situation realistisch ein: „Nicht nur das Spielfeld, sondern auch der gesamte Zuschauerraum müssten komplett geräumt werden. Der Arbeits- und Kostenaufwand wäre einfach zu hoch.“ Daher gaben sowohl er als auch Platzmeister Wolfgang Schuldt dem Verein die Empfehlung, das Spiel ausfallen zu lassen. „Das ist natürlich sehr bedauerlich, die Mannschaft ist heiß und würde gerne spielen“, zeigten sich Anker-Vizepräsident Heiko Moll sowie auch Sportdirektor Enver Alisic enttäuscht.

Daniel Koch