Sissoko Moussa ließ FC Anker jubeln

04.05.2009

Guten Mutes konnte das Ankerteam am Sonnabend auf die Heimreise gehen. Der Mannschaft gelang in Waren ein 1:0-Auswärtssieg. Durch den Sieg in Waren und die gleichzeitige Niederlage von Neubrandenburg in Sievershagen kletterten die Hansestädter in der Tabelle wieder auf den dritten Platz. Zudem blieb die Ankerelf damit auch im dritten Auswärtsspiel unter Trainer Timo Lange siegreich.

Insgesamt war die Partie über weite Strecken ausgeglichen, wobei die Hausherren durch Kopfbälle des langen Guido Timper in der Anfangsphase zwei gefährliche Szenen hatten. Danach bot sich den Gästen ihre erste Möglichkeit. In der Schlussphase der ersten Hälfte dann allerdings zwei grobe Abwehrschnitzer des Ankerteams. So wartete z. B. André Hildebrandt vergeblich auf einen Abseitspfiff des gut amtierenden Unparteiischen René Rohde (Rostock), sodass Andy Purlinski alleine auf Johannes Höcker zulief, der aber per Fußabwehr in höchster Not klären konnte (33.). In der zweiten Hälfte übernahm das Ankerteam immer mehr die Offensive. Aus den vielen Angriffen wurde aber kein Kapital geschlagen. Immer wieder wurde nicht energisch genug der Abschluss gesucht. „Wir wollten den Ball immer nur ins Tor tragen, anstatt den direkten Abschluss zu suchen", so David Rosisnki, der für den gesperrten Fabian Bröcker die Kapitänsbinde trug. Pech dann in der 71. Minute, als Dennis Martens von der halbrechten Position mit einem strammen Schuss nur die Latte traf. Die Warener verlegten sich in Hälfte zwei mehr auf Konterangriffe, die dann aber auch sehr gefährlich waren. So lenkte Höcker einen Aufsetzerkopfball von Purlinski zur Ecke, und Gaedecke traf in der 75. Minute nach Kopfballvorlage nur das Außennetz. In der 84. Minute dann die entscheidende Szene an der Mittellinie. El Mouadan Charaffe behauptete an der Mittellinie die Kugel, steckte den Ball auf den startenden Sissoko Moussa durch, der lief alleine auf des Warener Gehäuse zu und ließ Wegener mit einem Flachschuss ins rechte Eck keine Abwehrchance. In der 92. Minute rettete Johannes Höcker mit einer Superreaktion seinem Team den Sieg, denn nach einer zu ungenauen Abwehr zog Andy Purlinski aus Nahdistanz ab, Höcker hatte die Fingerspitzen noch am Leder, sodass die Kugel an die Unterkante der Latte klatschte, wieder zurück ins Feld sprang und von der Anker-Verteidigung herausgeschlagen wurde. Sekunden später dann der Abpfiff. „Sicher haben wir in einigen Szenen auch das notwendige Glück gehabt, aber auf Grund der erhöhten Spielanteile in der zweiten Halbzeit war es auch das Glück des Tüchtigen", so Cheftrainer Timo Lange.

FC Anker mit: Höcker - Kanter, A. Hildebrandt, Martens, Laumann - Ohl (78. Wulff), Heine, Taflo (90. Oldendorf), Rosinski - Moussa, Charaffe (86. Kerinn).

von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)