Siegesserie reißt beim Berliner AK
23.08.2010
Erstmalig nach 41 Punktspielen musste der FC Anker Wismar wieder eine Niederlage einstecken. Beim Aufstiegsaspiranten BAK 07 verlor er 0:3. Anker-Trainer Timo Lange musste gestern beim ersten Auswärtsspiel in der Oberliga gleich auf vier Stammspieler verzichten: Marcel Heine, Sissoko Moussa, Stefan Schwandt und Torwart Johannes Höcker standen dem Coach nicht zur Verfügung. Während Moussa Gelb-Rot-gesperrt war, laborierten Heine, Schwandt und Höcker an Verletzungen, die sie sich zum Teil beim Training zugezogen hatten.
So war es auch nicht verwunderlich, dass die Berliner gleich von Beginn an das Spiel bestimmten und bereits in der 6. Minute in Führung gingen. Ein Freistoß von der Außenlinie von Kadir Yilmaz köpfte der am langen Pfosten stehende Pardis Farjad-Azad in die Maschen. Davon ließen sich die Gäste nicht beeindrucken. So hatten sie nach einem Freistoß von Hannes Niemeyer sogar die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch seine Eingabe fand keinen Abnehmer. Diese Szene sollte aber die einzige für das Ankerteam in der ersten Halbzeit bleiben. Ganz anders die Hausherren, die weitere gute Möglichkeiten hatten.
In der Kabine zeigte sich Trainer Timo Lange enttäuscht von seinem Team. „Ihr müsst in der zweiten Hälfte energischer stören, denn in der ersten Halbzeit habt ihr kaum einen Zweikampf gewonnen", zeigte er die Schwächen auf.
Nach dem Wechsel kam das Ankerteam besser ins Spiel und hatte durch Alexander Bernwald eine gute Chance. Beim Schuss aus 18 Metern strich der Ball aber am BAK-Tor vorbei. Dann kontrollierte der Aufstiegsaspirant wieder die Partie und tauchte des Öfteren gefährlich vorm Ankertor auf. In dieser Phase konnte sich Torwart Kevin Suppa mehrfach auszeichnen. So vereitelte er in der 54.Minute eine Möglichkeit von Can Akgan, drei Minuten später faustete er das Leder nach einem Akgan-Schuss zur Ecke. Unterbrochen von Angriffsversuchen des FC Anker starteten die Hausherren weitere gefährliche Angriffe. Was die Abwehrreihe nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte, klärte Suppa. So musste er noch dreimal per Fußabwehr retten und brachte den BAK schier zur Verzweiflung. In der Schlussviertelstunde wurde die Hansestädter dann mutiger, eine klare Möglichkeit konnten sie sich aber nicht erarbeiten. Fünf Minuten vor Ultimo drehten die Gastgeber noch mal auf und kamen zum 3:0.
„Ich weiß, das die Oberliga ein ganz anderes Pflaster ist. Wir waren 41 Punktspiele in Folge ungeschlagen. Dass diese Serie einmal reißen würde, war klar. Wir haben uns gegen die regionalligaerfahrene Berliner Deckung kaum klare Chancen erarbeiten können. Doch so lange wir nur mit 0:1 in Rückstand lagen, war noch alles möglich. Was mich aber besonders ärgert, war der dritte Treffer in der Nachspielzeit. Der darf absolut nicht fallen", so Lange.
Tore: 1:0 (6.) Fardjad-Azad, 2:0 (85.) Fardjad-Azad, 3:0 (90.+1) Kilicaslan
SR: Stolze (Pritzwalk), Z: 127
FC Anker mit: Suppa - Martens, Schameitke, Seering, Laumann - Gierahn (46. Hildebrandt), Niemann, Bröcker, Bernwald (78. Schnöckel) - Schiewe (66. Wulff), Rosinski
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von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




