Rydlewicz schwitzt für erstes Pflichtspiel

20.08.2008

Der prominenteste Neuzugang des FC Anker Wismar und ehemalige Hansa-Spieler, René Rydlewicz, schwitzt seit Dienstag im Fitnesscenter im „Wonnemar". Dort bereitet er sich in aller Ruhe auf seinen ersten Einsatz für den Wismarer Verbandsligisten vor. Denn seit Mai hat „Rydle" nicht mehr gespielt. Nach seinem letzten Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen am 10. Mai zog er sich im Training eine schwere Verletzung zu. Seitdem laboriert der Ex-Profi an den Adduktoren und ist bei Hansa-Arzt Dr. Frank Bartel in Behandlung. Mindestens drei Monate muss er pausieren, um nicht Gefahr zu laufen, dass die Verletzung wieder aufbricht.

„Der Heilungsprozess ist gut verlaufen, sodass ich nun richtig ins Training einsteigen kann. Am 6. September möchte ich mein erstes Pflichtspiel für den FC Anker absolvieren", verriet René Rydlewicz gestern der OSTSEE-ZEITUNG. An diesem Tag treffen die Wismarer im Landespokal auf den Landesligisten AWO Hagenow.

Doch seine Hände hat „Rydle" in den vergangenen Wochen nicht in den Schoß gelegt: „Ich bin jeden Abend zu Hause mit meinem Hund gelaufen. Tagsüber war ich als sportlicher Leiter des Vereins unterwegs, habe einige Dinge angeschoben und mich auch um die Mannschaften gekümmert." Inzwischen hat René Rydlewicz auch sein Büro im Kurt-Bürger-Stadion bezogen. Auf dem Tisch liegen mehrere Aktenordner. „Für mich ist die Aufgabe als sportlicher Leiter völlig neu. Ich habe gar nicht gewusst, was damit alles verbunden ist. Doch die Arbeit macht mir sehr viel Spaß", meint er. Am Montagabend hatte er im Kinder- und Jugendzentrum im Kurt-Bürger-Stadion zu einer Tagung mit allen Trainern und Übungsleitern des FC Anker geladen. Und gestern Vormittag leitete er im Jugendcamp das Training mit Kindern. Danach absolvierte René Rydlewicz im „Wonnemar" selber eine Trainingseinheit auf dem Laufband und stemmte einige Gewichte, um sich für seinen Einsatz am 6. September fit zu machen. „Wir warten schon sehnsüchtig auf ihn. Dass er für uns eine Verstärkung ist, darüber brauche ich nicht zu reden", meint Anker-Trainer Bego Catic. Obwohl die Verbandsligamannschaft aus drei Spielen erst drei Punkte geholt hat, will René Rydlewicz dennoch nicht von einem Fehlstart in die neue Saison sprechen. „Wir haben alle gewusst, dass es zum Anfang schwer werden wird, weil uns noch nicht alle Spieler zur Verfügung stehen. Wir warten jeden Tag auf die Spielgenehmigung vom DFB für unsere drei französischen Spieler. Wenn die vorliegt, dann sieht es schon viel besser aus. Hinzu kommt, dass sich die Mannschaft noch finden muss, denn die Neuzugänge kamen ja erst Mitte Juli und Anfang August zu uns. Es besteht also kein Grund, pessimistisch zu werden", so Rydlewicz.

Dennoch verschweigt er nicht, dass ihm die 0:3-Niederlage in Malchow am vergangenen Sonnabend auf den Magen geschlagen war. „Wir haben gut begonnen, doch leider fehlten dem Team nach dem 0:1 die Konzentration und das Vermögen, das Ruder noch rumzureißen. Das sind Dinge, die wir im Training angehen und verbessern müssen", so die Analyse des sportlichen Leiters und ehemaligen Bundesligaspielers. „Ich hoffe, dass uns am kommenden Sonnabend wieder viele Zuschauer den Rücken stärken. Die Mannschaft braucht die Unterstützung", fügt er noch hinzu. Der FC Anker empfängt dann im Punktspiel um 14 Uhr im Kurt-Bürger-Stadion die Oberligareserve vom Greifswalder SV.

von Peter Preuß (Ostsee-Zeitung)