Rosinski schaffte die Wende
10.09.2007
Der Verbandsligist FC Anker Wismar hat das Siegen doch noch nicht verlernt. Gestern bezwangen die Schützlinge von Trainer Bego Catic den Sievershäger SV mit 3:2 Toren. Vor über 200 Zuschauern hatte der FC Anker Wismar den deutlich besseren Start erwischt und durch Florian Zysk bereits in der 5. Minute die erste Großchance.
Mit viel Gefühl hatte der Stürmer von der halblinken Position abgezogen, doch leider klatschte das Kunstleder an den langen Pfosten. Nachdem Florian Konerow in der 12. Minute noch eine gefährliche Flanke von Kerinn vor dem einschussbereiten Zysk aus der Luft heruntergefischt hatte, war es Mathias Schnöckel vorbehalten, mit einem Knaller aus gut zwanzig Metern die Führung für sein Anker-Team zu erzielen. Für den Linksverteidiger war es das erste Tor in der Verbandsliga.
Doch diese Führung beflügelte nicht die Hausherren, sondern die Gäste, die sich in der Folgezeit einige gute Tormöglichkeiten erspielten. Ein Kopfball von Oliver Sohns landete auf dem Netz des Ankertores, Christoph Lüth prüfte Perry Rodewald. Er vertrat den etatmäßigen Keeper Krzysztof Kawczynski, der zur Hochzeit seines Bruders in Polen weilte, mit einem strammen Schuss. In der 32. Minute war es erneut Lüth, dessen Kopfball nur knapp über das Ankertor strich. Diese Überlegenheit der Randrostocker setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort, denn das Ankerteam fand nicht mehr die spielerische Sicherheit der Anfangsphase. So kam es dann, wie es kommen musste. Trotz vieler vergebener Chancen kippte der SSV die Partie. Zuerst schlug ein Schuss von Christoph Lüth am langen Pfosten ein (61.) und neun Minuten vor dem Abpfiff ließ der eingewechselte Georg Krieg vier Gegenspieler einfach stehen, zog nach innen und ließ Rodewald mit seinem Distanzschuss keine Abwehrchance. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl kaum einer noch an eine Wende.
Doch die kam, denn in der 85. Minute zirkelte David Rosinski einen Freistoß von der linken Seite über die Sievershäger Mauer direkt ins Dreiangel. Schon damit wären die Zuschauer nach bisher zwei Heimniederlagen zufrieden gewesen, doch es kam noch besser für die Hausherren. Beim letzten Angriff über die rechte Seite wurde David Rosinski im Strafraum von den Beinen geholt und der sehr gut amtierende Schiedsrichter Dietmar Dittrich zeigte sofort auf den Punkt. Der Gefoulte selbst nahm sich die Kugel und hämmerte sie unter dem Jubel der Zuschauer in die Maschen des Sievershäger SV.
FC Anker mit: Rodewald - Rosinski, Oldendorf, Körner, Schnöckel - Heine, Taflo, Thom (verletzt, 62. Düsing), Levetzow (85. Törber) - Kerinn (76. Skripskausky), Zysk.




