Rietentiet bastelt an neuer Mannschaft
25.05.2005
Die Oberliga-Saison 2004 /2005 ist beendet. OZ sprach mit dem verantwortlichen Trainer Axel Rietentiet über Höhen und Tiefen, aber auch über die Zukunft.
OZ:
Herr Rietentiet. Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des Klassenerhalts!
Rietentiet:
Danke, aber das war natürlich nicht nur mein Verdienst. Ich möchte mich auf diesem Wege auch bei meinem Co-Trainer „Theo“ Körner und bei der Mannschaft bedanken. Die Fans, die uns in dieser Saison zu Hause und auch auswärts unterstützt haben, möchte ich natürlich nicht vergessen. Natürlich freue ich mich besonders, dass ich mein erstes Oberligajahr als Trainer so erfolgreich abschließen konnte.
OZ:
Worin sehen Sie den Hauptgrund, dass die Mannschaft doch so früh den Klassenerhalt sichern konnte?
Rietentiet:
Unser Plus war, dass wir gegen die Mannschaften, die am Ende unter uns stehen, viele Punkte geholt haben (Lichtenberg 6, Schönberg 6, Rathenow 6, Füchse 4). Nur gegen Neustrelitz (1 Punkt) blieben wir hinter den Erwartungen zurück. Zudem konnten wir auch einige Überraschungen schaffen. Die größte war sicherlich, dass wir Tennis Borussia Berlin mit 2:1 besiegt haben, aber auch die Punktgewinne gegen Babelsberg und Neuruppin (jeweils 1:1 im Heimspiel) waren so nicht zu erwarten. Das Spiel war neben dem 7:0-Auswärtssieg beim SV Lichtenberg unser bestes Saisonspiel. Natürlich ist ein Sieg am „grünen Tisch“ auch sehr erfreulich, aber auch ohne diese Punkte hätten wir die Klasse gehalten, was neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz belegen.
OZ:
In der letzten Verbandsligasaison war Thomas Haese noch mit 31 Treffern der erfolgreichste Schütze des FC Anker. In diesem Jahr schoss er nur vier Tore. Woran lag es?
Rietentiet:
Jeder wusste, dass es in dieser Saison deutlich schwerer wird, sich durchzusetzen. Für ihn sind in diesem Jahr Daniel Köhn (9 Tore) und Sebastian Mahnke (6 Tore) eingesprungen. Am Ende ist es egal, wer die Tore schießt, Hauptsache wir gewinnen. „Köhner“ hat sein Versprechen mir gegenüber fast gehalten, denn im Vorfeld der Saison hat er mir zehn Tore in der Spielzeit versprochen. Für Sebastian Mahnke spricht zudem die Tatsache, dass er erst in der Winterpause zu uns gestoßen ist.
OZ:
Sie mussten in diesem Jahr viele personelle Rückschläge einstecken. Wie haben Sie das verkraftet?
Rietentiet:
O, ja. Personelle Rückschläge haben uns fast über die gesamte Saison begleitet. Leider hatte unser Langzeitverletzte Stephan Müller bei seinem Comeback Pech und verletzte sich erneut. Aber auch Andre Hildebrandt und Enrico Maaßen hatten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Zum Glück standen beide in der entscheidende Phase dann wieder zur Verfügung. Und diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. In der Winterpause verließen uns Lars Sperling, Christian Lojewski und Ove Schulz, Mario Peter, Andre Priebe und Thomas Glaubitz fielen arbeitsbedingt bzw. auf Grund der Abiturprüfungen lange Zeit aus. Auch Kevin Wietzke, von dem ich mir viel erhofft hatte, schied durch eine langwierige Verletzung frühzeitig aus dem Kader. Zudem fehlte Marcel Prehn durch einen Kreuzbandriss die zweite Halbserie. Dass wir diese Rückschläge so gut kompensieren konnten, grenzt schon an ein Wunder.
OZ:
Wie geht es jetzt weiter?
Rietentiet:
Wie der Kader im nächsten Jahr aussehen wird, ist noch völlig unklar. Bekanntlich sind mit Rene Ratke (Studium in Hamburg) und Marcel Gieseler (steigt in das Unternehmen seiner Eltern ein) zwei weitere Spieler verabschiedet worden. Bis jetzt haben wir noch keine neuen Spieler für das nächste Jahr, aber natürlich gibt es schon Gespräche. Natürlich werden auch Spieler aus unseren eigenen Reihen zu uns stoßen. Mit Kevin Wagenhausen und Matthias Springer trainierten ja bereits zwei A-Juniorenspieler bei uns. Dass wir eine gute Nachwuchsarbeit haben, beweist ja auch die Tatsache, dass Spieler wie Thomas Glaubitz und Florian Zysk aus den A-Juniorenteams zum Oberligakollektiv stießen.
OZ:
Was ist Ihr Ziel für die nächste Saison?
Rietentiet:
Wir wollen natürlich auch wieder frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Durch die angespannte finanzielle Situation auf allen Ebenen wird es nicht einfach sein, eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen zu schicken. Eine schlagkräftige Mannschaft ist aber das A und O für eine weitere erfolgreiche Oberligasaison.




