Rafet Ates muss „abgemeldet“ werden

01.04.2005


Für den FC Anker Wismar geht nach der Pokalniederlage in Greifswald der Oberligaalltag weiter, aber erneut mit einer „englischen Woche“. Vor dem FC Anker Wismar stehen innerhalb von acht Tagen drei wichtige Spiele auf dem Programm, die mit der Auswärtspartie am Sonntag in Eberswalde beginnen. Im Westendstadion erfolgt der Anstoß um 14 Uhr. Am Mittwoch (Anpfiff: 18 Uhr) gastiert in Wismar der Mitaufsteiger Ludwigsfelde. Und am nächsten Sonntag findet dann die Partie gegen den zehnfachen DDR-Meister BFC Dynamo statt.

Am letzten Wochenende zeigte sich die Anker-Elf sehr wechselhaft und seinen Fans zwei völlig unterschiedliche Gesichter . Nach dem überzeugenden Sieg gegen den Nordwestrivalen aus Schönberg folgte am Montag die Ernüchterung bei der Pokalschlappe in Greifswald.Am kommenden Sonntag will der FC Anker beim Auswärtsspiel in Eberswalde wieder seine Sonnenseite zeigen und mit einem weiteren „Dreier“ den Abstand auf die gefährdeten Tabellenplätze weiter vergrößern. Zudem haben die Hansestädter mit den Eberswaldern noch eine kleine Rechnung offen, denn im Hinspiel gaben die Wismarer kurz vor Schluss den schon fast sicher geglaubten Sieg doch noch aus der Hand.

„Obwohl Motor mit fünf Punkten Rückstand auf uns auf Platz 13 liegt, hat die Elf von Trainer Gerd Pröger in den l etzten Wochen eine deutlich ansteigende Formkurve bewiesen. Gegen den BFC Dynamo gelang ein überraschender 2:1-Heimsieg, am letzten Spieltag konnte sich die Motorelf sogar in Ludwigsfelde klar mit 4:1-Toren durchsetzen. Bei diesem Spiel ragte vor allem Rafet Ates heraus, denn der Eberswalder Topp-Stürmer konnte sich gleich als dreifacher Torschütze auszeichnen und sorgte praktisch im Alleingang für den Sieg. Ihn gilt es auf alle Fälle in den Griff zu bekommen“, analysiert Anker-Trainer Axel Rietentiet.

Von den 21 Treffern, die Eberswalde in den bisherigen Punkspielen erzielt hat, gehen alleine zwölf Treffer auf das Konto von Ates. Die bisherige Bilanz der Wismarer gegen den sonntäglichen Gegner ist ausgeglichen, denn in den drei bisherigen Partien konnten beide Teams in der Saison 2000/01 jeweils ihre Heimspiele gewinnen, während es in dieser Saison im Hinspiel ein 1:1-Unentschieden gab. Für den FC Anker ist die Partie in Eberswalde das 30. Auswärtsspiel der Oberliga, während Dirk Taflo vor seinem 175. Einsatz für die Wismarer Elf steht. Der „dienstältste“ Oberligaspieler des FC ist Philipp Aldinger, denn der Mittelfeldakteur kam in den bisherigen 57 Oberligaspielen insgesamt zu 53 Einsätzen, gefolgt von Mathias Trommer, der bisher 47 Oberligaspiele bestritt. Gegenüber dem Schönberg-Spiel muss Trainer Axel Rietentiet diesmal aber einige Umstellungen vornehmen. So fehlt Manndecker Alexander Klann wegen der fünften gelben Karte, die er in der Vorwoche sah, und Thomas Glaubitz muss auf Grund einer Erkrankung passen. „Gegenüber dem Spiel im Greifswald muss es aber eine deutliche Leistungssteigerung geben, denn ansonsten haben wir in Eberswalde keine Siegchance. Wir wollen in Eberswalde auf alle Fälle nicht verlieren“, zeigt Rietentiet seinem Team das Minimalziel für diese Begegnung deutlich auf.

Andreas Kirsch