PSV Wismar erst im Finale gestoppt beim Ankerturnier

07.01.2008

Der Polizei SV Wismar stand beim 29. Wismarer Hallenturnier, ausgerichtet durch den FC Anker, kurz vor dem großen Coup. Durch drei Siege und nur eine Niederlage konnte sich das Team von Trainer Eckard Jesko für das große Finale qualifizieren.

Der PSV Wismar sorgte beim Hallenfußballturnier des FC Anker Wismar für die große Überraschung. Das Team wurde Gruppenerster und stand gegen den FC Eintracht Schwerin auch verdient im Finale. In diesem Spiel mussten sich die PSV-Spieler dann aber dem Schweriner Verbandsligisten mit 0:1 geschlagen geben. Schütze des goldenen Tores für die Landeshauptstädter war Christian Schwarz.

Vom reinen Spielverlauf her stand der Polizei SV noch dichter vor dem Pokalsieg als die Schweriner, denn bereits in der Anfangsphase hatten sie nach einer Zweiminutenstrafe für Eintrachtkeeper Paul-Friedrich Kornfeld eine numerische Überlegenheit. Dazu kam eine dicke Chance für Christoph Frank und ein Lattenknaller von Moslehner. Allein mit diesen beiden sehr guten Möglichkeiten hätten die Hansestädter das Blatt noch wenden können.

Das Spiel um den dritten Platz gewann der FSV Bentwisch gegen den Rostocker FC mit 4:2-Toren. Dabei war das Team von Bernd Wunderlich, er übernahm den Trainerstab von Ex-DDR-Nationalspieler Mathias Döschner, schnell mit 2:0 in Führung gegangen. Dann aber spielte das junge Bentwischer Team ihre Überlegenheit aus und ließ dem RFC keine Siegchance mehr.

Gastgeber FC Anker Wismar konnte bei diesem Turnier nicht an die guten Leistungen der Vorwoche anknüpfen, hatte nach jeweils einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage im letzten Gruppenspiel zumindest aber noch die Chance auf das kleine Finale. Doch gegen die Mannschaft aus Neukloster hatte die Ankerfünf keine reelle Siegchance und musste mit 1:4 die Segel streichen. „Meine Mannschaft hat ihre Fans heute sehr enttäuscht. Wir haben zu keiner Phase an die Leistungen aus dem Turnier um den Wittinger-Cup anknüpfen können“, zeigte sich Trainer Bego Catic stocksauer.

Aber auch die Neuklosteraner konnten nicht in die Entscheidung eingreifen. Zuerst besiegten sie trotz zweimaligen Rückstands den PSV Wismar in einem der besten Turnierspiele mit 5:3-Toren, doch zehn Sekunden vor Schluss ihres letzten Gruppenspiels kassierten sie gegen den Rostocker FC den Treffer zum 2:3-Endstand, gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Ausscheiden.

In der anderen Staffel hatten die Vertreter der Region ebenfalls keine Chance auf das Weiterkommen. Zwar begann der FC Schönberg 95 mit einem Sieg und einem Unentschieden, doch dann kassierten die Maurinestädter zwei Niederlagen und konnten ebenfalls nicht in den Kampf um die Siegprämien mit eingreifen. Jeweils einen Sieg konnten die SG Groß Stieten und der Pokalverteidiger SV Bad Kleinen feiern, zu wenig, um die Verbandsligateams zu gefährden. Gute Besserung von dieser Stelle für an Robin Haselbach, der sich im Spiel gegen Schönberg schwer an der Schulter verletzt hatte und mit dem Notarztwagen insHanse Klinikum gebracht werden musste.

Während Jan Pittelkow mit sechs Treffern als bester Torschütze ausgezeichnet wurde, ist die Schallmauer von 100 Treffern durch die 95 erzielten Tore knapp verfehlt. Erstmals konnten sich auch die Ankerdamen mit einem Einlagespiel einem breiten Publikum präsentieren.

„Obwohl wir als Gastgeber nicht um den Siegerpokal der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest mitspielen konnten, bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf dieses Turniers und der Vorbereitung durch den Organisationsstab um Heinz Baade und Dieter Zimmermann. Über 500 Zuschauer bewiesen uns, dass die Attraktivität des Hallenfußballs nicht verloren gegangen ist. Wir wollen beim Jubiläumsturnier im nächsten Jahr einen Knaller präsentieren, damit noch mehr Fans in die Halle kommen“, so Ankerpräsident Reinhart Kny nach dem Turnier.