Oberligaauftakt im Kurt-Bürger-Stadion
06.08.2004
Mit den Lausitzern wartet am Sonntag im Kurt-Bürger-Stadion gleich zu Beginn eine echte Bewährungsprobe auf die Wismarer. Anker-Trainer Axel Rietentiet erklärte die durchweg mit jungen Spielern besetzten Cottbuser zu einem der Aufstiegsfavoriten für die kommende Oberligasaison. Für seine eigenen Schützlinge gibt er das Ziel Klassenerhalt vor.
1:0 – behält die Bürgermeisterin Recht?
Auch Bürgermeisterin Rosemarie Wilken glaubt fest an einen gesicherten Mittelfeldplatz. Für das mit Spannung erwartete erste Heimspiel des FC Anker Wismar in der Oberliga tippt die sie auf einen 1:0-Erfolg der Gastgeber. Nach der Niederlage bei der Generalprobe gegen die Amateure des FC Hansa Rostock (0:3), die laut Rietentiet ebenfalls zum Favoritenkreis der Oberliga Nordost zählen dürften, ist die Spannung groß. Werden die Wismarer diesmal besser bei Kräften sein als im letzten Testspiel, bei dem sie nach guter erster Halbzeit am Ende des zweiten Durchgangs gegen die Rostocker einbrachen?
„Die Vorbereitung nach einer langen Verbandsligasaison war sehr kurz“, erklärt Trainer Rietentiet die konditionellen Rückstände im Testspiel gegen die Hansa-Amateure, die er bewusst aufgrund der ähnlichen Spielanlage wie Cottbus als letzten Testspielgegner ausgewählt hatte. Auch relativiert der Wismarer Übungsleiter die Niederlage mit dem Hinweis, dass Hansas Amateure wie Profis trainieren können, während die Spieler des FC Anker zusätzlich einem normalen Beruf nachgehen müssen. Rietentiet zeigt sich optimistisch, dass sein „persönlicher Traum mit dieser Mannschaft in der Oberliga zu spielen“ auch in der nächsten Saison seine Fortsetzung findet.
Auch Kapitän Philipp Aldinger blickt positiv auf den Saisonstart. „Die guten 70 Minuten gegen Rostock müssen wir auf die volle Spielzeit ausdehnen“, gibt die Nummer acht die Marschrichtung vor. Mit „mehr Mut nach vorn und einem verstärktem Spiel über die Außen“ sei durchaus ein Punkt oder sogar ein Sieg gegen die Cottbuser möglich, die eine „besonders lange und strapaziöse Anfahrt“ nach Wismar haben werden.
Welche Rolle die jungen Männer aus der Lausitz im neuen Umfeld zu spielen imstande sind, wissen weder Trainer Detlef Ullrich noch die erneut generell umbesetzte Mannschaft. Schon gar nicht die Konkurrenz, die bisher wahrscheinlich eher emotionslos das Treiben in der Süd-Staffel, in der Energies Amateure in den letzten Jahren unterwegs waren, beobachtet hat. Wo die Ausbildungsmannschaft im letzten Jahr mit Platz sechs außergewöhnlich gut abschnitt. „Nun hat man uns in den Norden umgesetzt, da hilft kein Jammern wegen der uns bis-her noch gänzlich unbekannten Gegner. Unserer Pflicht werden wir aber auch hier nachkommen", blickt der Trainer in eine dennoch ungewisse Zukunft. In der er wieder manchen Hoffnungsträger für Eduard Geyers Zweitliga-Team entwickeln will. Matuschka und Dörry stehen genauso auf dem Sprung ins Profiteam, wie der zuletzt noch in der A-Jugend aufgebotene robuste Abwehrmann Marcus Winkler. „Auf unsere Hintermannschaft wird es zum Auftakt in Wismar ohnehin ankommen“, schätzt Detlef Ullrich die Nord-Premiere vorab ein. Den Auftakt müssen Energies Amateure zwar bei einem Aufsteiger bestreiten, „aber bei einem sehr offensivstarken“. Denn dass der FC Anker Wismar zuletzt über 100 Treffer erzielte, wurde auch in der Lausitz „mitgeschnitten“!




