Oberliga - 5. Spieltag: FC Anker Wismar - SV Lichtenberg 47 2:1 (1:1)

05.09.2004

Der FC Anker Wismar konnte am Sonntag vor heimischem Publikum den ersten Saisonsieg feiern. Gegen die Mannschaft des SV Lichtenberg 47 gab es einen hochverdienten und hart erkämpften 2:1-Sieg. Nachdem die Gäste in der ersten Hälfte mit 1:0 in Führung gegangen waren, glich unsere Mannschaft noch vor der Pause aus. Rene Ratke verwandelte einen parierten Foulelfmeter von Enrico Maaßen im Nachschuss. In der zweiten Hälfte rückte Ratke ein weiteres Mal in den Mittelpunkt, diesmal weniger positiv. Nachdem er zuerst eine gelbe Karte nach einem Foul kassierte, dezimierte er wenig später mit einem Handspiel im gegnerischen Strafraum seine Mannschaft auf zehn Spieler. Mit unglaublichem Kampfgeist und einem Tor von Marcel Gieseler zum 2:1 konnten die ersten drei Punkte der Saison aber trotz Unterzahl auf dem Konto des FC Anker verbucht werden.

Trotz Unterzahl ersten Saisonsieg eingefahren

Der 5. Oberliga-Spieltag brachte dem FC Anker Wismar den äußerst wichtigen und sehnlich erhoffen ersten Saisonsieg. Dabei sah es lange Zeit gar nicht danach aus, denn die Berliner übernahmen recht schnell das Kommando. Die erste Torchance hatten die Gastgeber, doch ein Kopfball von Marcel Prehn strich über das Tor. Fast im Gegenzug reklamierten die Gästespieler vehement, wollte Halil Savran doch nach einen Zweikampf einen Elfmeter haben. In der Folgezeit kamen die Berliner immer wieder gefährlich über ihre schnellen Außenstürmer Benjamin Ulbricht und Mohamed Tahmaz, die der Anker-Abwehr mehr Probleme machten, als dieser lieb war. So fiel die Führung der Lichtenberger dann auch nicht unverdient.

Nach einem Eckball von der linken Seite landete der erste Schuss von Savran am rechten Pfosten, Ulbricht schaltete am schnellsten und drückte das Streitobjekt aus Nahdistanz über die Linie. Dieser Rückstand verunsicherte die Anker-Elf noch zusätzlich, doch in der 41. Minute großer Jubel unter den über 350 Zuschauern. Nach einem Foul an Philipp Aldinger zeigte Schieri Dominik Marks auf den Strafstoßpunkt. Als kein Anker-Spieler den Elfmeter schießen wollte, fasste sich Enrico Maaßen ein Herz, doch der Berliner Keeper parierte den Schuss des Landesauswahlspielers. Rene Ratke schaltete aber am schnellsten und setzte den Nachschuss ins Netz.

Ratke sollte an diesem Nachmittag noch zweimal im Mittelpunkt stehen. In der 53. Minute handelte er sich eine unnötige gelbe Karte ein, nur 90 Sekunden später musste er nach der Ampelkarte sogar vorzeitig die Kabine. Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld sah der Unparteiische Ratkes „Gotteshand“ und musste ihn somit vorzeitig unter die Dusche schicken. Wer jetzt gedacht hatte, die Platzherren würden zerbrechen, sah sich mehr als getäuscht. Die Gastgeber fanden immer besser ins Spiel und ließen der Elf von Trainer Dieter Timmel in der 2. Halbzeit keine klare Chance. Dazu bewies Anker-Trainer Axel Rietentiet mit der Einwechslung von Marcel Gieseler noch ein goldenes Händchen. Nur sechs Minuten war er auf dem Platz, als der starke Daniel Köhn ihn mit einem blitzsauberen Pass in die Tiefe bediente, Gieseler auf und davon sprintete und die Kugel am Lichtenberger Keeper vorbei ins Tor spitzelte. Geschickt zog sich die Anker-Crew jetzt zurück, brachte aber immer wieder durch Konter Gefahr in den Strafraum der Berliner. Fast hätte ein solcher Konter in der 76. Minute die endgültige Entscheidung gebracht, doch nach Vorarbeit von Philipp Aldinger klaschte ein Kopfball des eingewechselten Kevin Wietzke nur an den linken Pfosten.

„Wir hätten uns die unruhige Schlussphase sparen können, aber ich habe wohl zu genau gezielt“, schmunzelte Wietzke nach dem Abpfiff. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Trotz Unterzahl hat sie hervorragend gekämpft. Vor den Partien in Neuruppin und gegen Tennis Borussia war dieser Sieg Gold wert“, so Rietentiet.

FC Anker mit: Köhlmann Peter, Glaubitz, Diallo, Goebel, Aldinger (87. Klann), Haese (68. Gieseler), Prehn, Ratke, Köhn, Maaßen (59. Wietzke).