Oberliga - 3. Spieltag: FC Anker Wismar - Berliner AK 0:1 (0:0)
23.08.2004
Nach einer schwachen Leistung beim 0:1 (0:0) gegen den Berliner AK hat Aufsteiger Anker Wismar auch sein zweites Oberliga-Heimspiel verloren. In der Abwehr machten Libero Peter und seine Nebenleute alles richtig – bis zur 79. Minute. Dann erlaubte sich Manndecker Diallo einen folgenschweren Fehler.
Beim 0:1 gegen den Berliner AK enttäuschten die Wismarer maßlos. „Anfängerhaft!“, urteilte Anker-Trainer Axel Rietentiet über seine Elf.
„Ich bin maßlos enttäuscht“ machte der Übungsleiter der Wismarer seinem Ärger Luft. „Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber meine Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden." Zu diesem Fazit mussten auch die 300 Zuschauer gelangen, als sie gestern das Kurt-Bürger-Stadion verließen.
Schon kurz nach dem Anpfiff durch Schiedsrichter Sandro Tochtenhagen wurde deutlich, dass sich der FC Anker gedanklich nicht hundertprozentig auf dem Spielfeld befand. Die Wismarer waren zu weit von ihren Gegnern entfernt, unaufmerksam in den Zweikämpfen und zeigten keinerlei Torgefahr.
Aber auch der Berliner AK 07 hatte seinen Anteil daran, dass es auf den Rängen still blieb. Von Beginn an aktiver, ließen die Hauptstädter die Anker-Elf kaum zur Entfaltung kommen. In der Offensive zeigten sich die Gäste jedoch ebenso einfallslos. Auch BAK-Trainer Volkan Uluc war nach dem Spiel nicht zufrieden: „Wir waren hektisch und unsicher.“ Gerade in der 1. Halbzeit habe ihm das „spielerische Element“ gefehlt, so der Berliner Trainer. So war es nach 15 Minuten Anker-Spieler Lars Sperling vorbehalten, die Zuschauer mit einem wuchtigen Kopfball knapp neben das BAK-Tor aufzuwecken. Die Partie wurde nun munterer und beide Teams mutiger. In der 20. Minute war es der Berliner Torjäger Sascha Kadow, der Wismars Tor mit einem Kopfball um Zentimeter verfehlte. Wenig später rettete Ankers Abwehrspieler Mario Peter in letzter Sekunde, als wiederum Kadow seinen besser postierten Mitspieler bedienen wollte. Kurz vor der Halbzeit sorgte noch einmal der FC Anker für Raunen im Publikum, als ein Fehlpass vom Gegner in dessen Strafraum ungenutzt blieb.
In der zweiten Hälfte verfielen die Kontrahenten auf dem Rasen schnell wieder in ihre Lethargie aus der Anfangsphase. Die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld und wagten wenig Risiko. Erst nach einer Stunde kam wieder etwas Bewegung ins Geschehen, zu dessen Mittelpunkt bald Ankers Abwehrchef Mamadou Diallo werden sollte. Zuerst traf dieser nach einer Flanke zu einem Abseitstor (69.), wenig später wurde sein gefährlicher Kopfball nach einem Freistoß von Kapitän Aldinger auf der Linie geklärt (75.). Kurz darauf war er an der spielentscheidenden Szene beteiligt: Nach einem fragwürdigen Zweikampf enteilte Nidal Swaidan Diallo und erzielte allein vor Anker-Torhüter Trommer das bittere Endresultat.
Da half es hinterher wenig, dass der gegnerische Trainer gestand: „Ein Unentschieden hätte der FC Anker verdient gehabt.“ Seinem Wismarer Kollege Rietentiet blieb nur ein fassungsloses Kopfschütteln.
FC Anker mit: Trommer - Glaubitz, Diallo, Peter - Prehn, Köhn, Aldinger, Sperling (80. Priebe), Taflo - Maaßen (54. Ratke), Haese




