Oberliga - 32.Spieltag: FC Anker Wismar - SV Babelsberg 03 1:1 (0:0)

09.05.2005

„Die Katze lässt das Mausen nicht“, denn nach dem Sieg gegen Tennis Borussia Berlin und dem Unentschieden gegen den MSV Neuruppin „mauste“ der FC Anker Wismar auch dem Staffelfavoriten aus Babelsberg zwei schon sicher geglaubte Punkte. Praktisch mit dem Schlusspfiff köpfte Mittelfeldspieler Andre Hildebrandt eine Freistoßflanke von Philipp Aldinger in die Maschen, unhaltbar für Babelsbergs Schlussmann Sebastian Rauch.

André Hildebrandt`s Treffer ließ den FC Anker Wismar jubeln

Dementsprechend ärgerlich zeigte sich danach auch Gästetrainer Peter Ränke, denn durch die beiden verschenkten Punkte bleibt das Rennen um den Relegationsplatz für die Regionalliga weiterhin völlig offen. Das Wismarer Trainerduo war natürlich aus dem Häuschen und konnte das Glück kaum fassen. „Ich habe in den letzten Minuten immer nur hineingerufen „denkt an Neuruppin“, denn auch in diesem Spiel haben wir den Favoriten zum Anschluss mächtig geärgert und mit einem direkt verwandelten Freistoß das Unentschieden erkämpft. Ich freue mich natürlich, dass meine Mannschaft bis zum Umfallen gekämpft hat. Man merkte ihr deutlich An, dass sie nach dem Klassenerhalt am letzten Wochenende nichts zu verlieren hatte. Natürlich gehört auch ein bißchen Glück dazu, aber das Glück hat nur der Tüchtige. Ich glaube, keiner hat von uns erwartet, dass wir gegen den Aufstiegsaspiranten eine optische Überlegenheit erspielen werden. Wir mussten über den Kampf ins Spiel finden, und das ist uns gelungen“, so Ankertrainer Axel Rietentiet nach der Partie.

Die Filmstädter nahmen von Beginn an das Spiel an sich, Patrick Moritz zeigte sich im Mittelfeld als kluger Ballverteiler und hatte selbst zwei gute Torchancen. In der 13. Minute wurde sein Schuss zur Ecke abgefälscht, in der 19. Minute rettete ein erneut sehr starker Normann Köhlmann gegen den durchgebrochenen Moritz per Fußabwehr. Eine weitere Schrecksekunde in der Ankerabwehr dann in der 25. Minute, aber Mamadou Diallo klärte eine Eingabe von Greve. Diallo hatte dann auch die beste Chance für die Hausherren, aber nach einer schönen Kombination verstolperte der Senegalese.

Nach dem Seitenwechsel die erste Chance erneut für die Ankercrew, aber Sebastian Mahnke setzte die Kugel über das Babelsberger Tor. Danach die beste Zeit der Gäste mit Chancen für Moritz (55.), einem Kopfball von Enrico Röver (56.) und erneut von Röver, als er am fast am Pfosten stehend die Eingabe von Patrick Moritz neben den Pfosten setzte. Die Vereinte Führung der Nulldreier dann in der 69. Minute. Einen Eckball von Greve, es sollte seine letzte Aktion sein, netzte Florian Grossert per Kopf ein. „In dieser Szene haben wir uns aber anfängerhaft angestellt, denn so frei darf der Torschütze nicht zum Kopfball kommen“, ärgerte sich Rietentiet über diese Szene. Die Hansestädter wollten sich aber nicht kampflos geschlagen geben und legten ihre defensive Haltung nun endgültig ab. In der Schlussphase änderte das Wismarer Trainerduo dann die taktische Marschroute, ließ in der Abwehr Mann gegen Mann spielen und zog Mamadou Diallo mit in den Angriff. Für diesen Offensivgeist wurde die Ankercrew dann belohnt. Nachdem Ex-Nationalspieler Rene Tretschok David Rosinski an der Strafraumgrenze gefoult hatte, folgte der anfangs erwähnte Freistoß, der dann den umjubelten Ausgleich brachte. Der gut amtierende Schiedsrichter Andy Weißenborn pfiff die Partie dann auch unmittelbar nach Wiederanpfiff ab.