Oberliga - 26. Spieltag: FV Motor Eberswalde - FC Anker Wismar 3:0 (1:0)
04.04.2005
Eine 0:3-Schlappe musste der FC Anker Wismar gestern beim FV Motor Eberswalde hinnehmen. Wismars Trainer ärgerte besonders, wie dieses Spiel verloren wurde. Vor diesem wichtigen Spiel gab es neben dem Ausfall von Manndecker Alexander Klann noch zwei weitere Hiobsbotschaften. Angreifer Enrico Maaßen verletzte sich beim Training so schwer am Fuß, dass er nicht eingesetzt werden konnte. Zu allem Übel meldete sich am Spieltag auch noch Thomas Haese wegen einer Grippe ab, so dass die Anfgriffsformation völlig umgestellt werden musste.
Anker ließ drei wichtige Punkte in Eberswalde
So stand Marcel Gieseler nach langer Zeit erstmals in der Startelf, an seiner Seite Rene Ratke. Trainer Axel Rietentiet hatte im Vorfeld der Partie vor allem eine sichere Abwehrleistung gefordert und vor einem schnellen Gegentor gewarnt: „Je länger wir unseren Kasten sauber halten, um so größer werden unsere Chancen , zumindest einen Punkt aus dem Westendstadion mitzunehmen“. Aber bereits nach etwas mehr als zwei Minuten hatte sich diese Hoffnung zerschlagen. Nach einem hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß von Matthias Schilling ahndete der Schiedsrichter ein zu hohes Bein von Thomas Glaubitz mit einem indirekten Freistoß am Fünfmeterraum. Die Gastgeber ließen sich nicht zweimal bitten und Steffen Sasse schmetterte die Kugel unter die Latte. „Ich ärgerte mich maßlos über diese Szene, aber nach zehn Minuten haben wir das Spiel in den Griff bekommen doch leider nichts Zählbares erreicht“, analysierte Rietentiet zur Pause.
Obwohl Thomas Glaubitz bereits in der 20. Minute mit einer Zerrung ausschied, kamen die Gäste deutlich besser ins Spiel. Nach einem tollen Grundliniendurchbruch von Marcel Gieseler verpasste David Rosinski die Eingabe knapp. In der Kabine zeigte sich das Team optimistisch, die Partie noch kippen zu können. Doch dieses Vorhaben wurde zum Bumerang, denn nach dem Seitenwechsel fand die Anker-Elf überhaupt nicht zu ihrem Spiel. So fiel in der 52. Minute bereits die Vorentscheidung gegen die Gäste. Steffen Sasse schob einen Freistoß von der rechten Seite hoch in den Strafraum, Ankerkeeper Mathias Trommer ging nicht energisch genug dazwischen und Michel Jahn, am langen Pfosten stehend, konnte vollenden. Das brachte nun noch mehr Unruhe in die Hintermannschaft der Wismarer und so fiel folgerichtig nach gut einer Stunde das 3:0 für die Hausherren. Wieder konnte sich Lorenz durchsetzen und fast von der Grundlinie nach innen flanken. Diesmal wurde Rico Musick nicht eng genug gedeckt und konnte sicher vollenden. Damit war die Partie endgültig gegen Anker entschieden. In der 71. Minute verhinderte Trommer dann das mögliche 0:4, als der Unparteiische nach einem Foul an Daniel Köhn weiterspielen ließ aber Trommer den Schuss des fast frei durchgelaufenen Jahn parierte . „Über die zweite Halbzeit bin ich mächtig enttäuscht, denn bis auf einen Kopfball durch Marcel Gieseler an das Außennetz haben wir keine gefährliche Aktion verzeichnen können. Bei einem Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt muss man anders auftreten. Außer dem eingewechselten Oliver Lück und mit Abstrichen Phlipp Aldinger konnte mich kein Spieler in der zweiten Halbzeit überzeugen“, war Rietentiet mächtig sauer über diese Vorstellung seiner Elf.
Für den FC Anker Wismar gilt es jetzt, dieses Spiel schnell abzuhaken und die Fehler zu analysieren. Es ist „englische Woche“ in der Oberliga und bereits am Mittwoch um 18 Uhr steht die nächste schwierige Partie an. Dann ist Mitaufsteiger Ludwigsfelder FC der Gast. Am kommenden Sonntag geht es dann gegen den BFC Dynamo Berlin, einst zehnfacher DDR-Meister.




