Oberliga - 24. Spieltag: FC Anker Wismar - SV Babelsberg 03 2:4 (1:2)
03.04.2006
Trotz der 2:4-Niederlage gegen den SV Babelsberg hatte Oberligist Anker Wismar Grund zum Optimismus. Die Wismarer zeigten ihre beste Rückrundenleistung. „Wir haben uns nicht im Vorfeld mit einer Niederlage abgefunden, sondern auch gegen Babelsberg an unsere Chance geglaubt. Das hat man hoffentlich gesehen“, meint Sasa Disic. Kapitän Jakov Kolak, der für eine unsanfte Rettungstat in der 88. Minute berechtigterweise die Gelb-Rote Karte sah, betont die deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche: „Bei Preussen Berlin (Anker verlor 1:3/OZ berichtete) hatten wir in den ersten 20 Minuten genauso gespielt wie hier. Heute haben wir aber nicht nachgelassen. Danke an die Fans für die Unterstützung“, so der Innenverteidiger, der „keinen Klassenunterschied“ zwischen dem Tabellenletzten und dem Drittplatzierten sehen konnte.
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Anker bewies Moral gegen Aufstiegskandidat Babelsberg
Die „Nulldreier“ hatten in den ersten 20 Minuten nichts zu melden. Das fußball-entwöhnte Wismarer Publikum traute seinen Augen kaum. Einige Anker-Fans, die eigentlich nur gekommen waren, um ihren Unmut kundzutun – alle Transparente wurden falsch herum aufgehängt – , sahen eine engagierte, kämpfende Gastgeber-Mannschaft. Babelsberg ließ sich in der Anfangsphase das Tempo vom Tabellenletzten diktieren. Zu allem Überfluss musste der bis dahin stärkste SVB-Spieler de Freitas Santos verletzt ausgewechselt und bandagiert werden, eine Diagnose steht noch aus.
Die Gäste wurden stärker, doch die zuletzt arg kritisierte Anker-Hintermannschaft konnte trotz des Ausfalls von Daniel Schnee (muskuläre Probleme) die ersten zaghaften Angriffe der „Nulldreier“ abwehren. Nach 24 Minuten mussten sie aber den Ausgleich hinnehmen. Die Wismarer Anhänger rauften sich nach 37 Minuten kollektiv die Haare. Goreta hatte allein vor Gäste-Keeper Rauch die Möglichkeit, den FC Anker wieder in Führung zu bringen. „Er kann halt nicht jeden machen“, zeigte Sasa Disic Verständnis für den Blackout des zweifachen Torschützen.
Bittere Momente mussten die Gastgeber kurz vor und kurz nach der Pause überstehen. Als sich Wedemann nach 44 Minuten geschickt im Strafraum fallen ließ, zeigte Schiedsrichter Melms völlig zu Recht auf den Punkt – Moritz verwandelte sicher. 35 Sekunden nach dem Wiederanpfiff jubelte Fricke über seinen Treffer zum 1:3. Dass Anker noch einmal herankam, spricht für die Moral der Truppe. „Wir haben zum ersten Mal angemessen Fußball gespielt und gekämpft“, sagt Ankers Sportdirektor Alisic.
Das 03-Aufgebot: Rauch – Lukac, Zenk (61. Lücke), Laars, Kindt – de Freitas Santos (33. Wedemann), Tretschok, Moritz, Prochnow – Froese, Fricke (68. Hartwig).
Schiedsrichter: Melms (Osterburg), sehr gut.
Tore: 1:0 Goreta (11.), 1:1 Froese (24.), 1:2 Moritz (44./Foulelfmeter), 1:3 Fricke (46.), 2:3 Goreta (76.), 2:4 Moritz (88.).
Gelb-Rote Karte: Kolak (88./wdh. Foulspiel).




