Oberliga - 21. Spieltag: Ludwigsfelder FC - FC Anker Wismar 4:1 (2:1)
11.05.2006
Gerade im wichtigen Auswärtsspiel beim Ludwigsfelder FC, die Mannschaft steckt ebenfalls mitten im Abstiegskampf, gingen Ankertrainer Bego Catic die Spieler aus. Mit Christian Donner, Tino Goebel (beide verletzt), Josko Goreta (muss nach der 5. gelben Karte pausieren) und Florian Zysk (fehlte arbeitsbedingt) musste Catic gleich vier Spieler ersetzen. Für Goreta spielte Marcel Heine von Beginn an und Christian Donner wurde von Rene Wenzel ersetzt. Trotzdem ging die auf 13 Spieler geschrumpfte Mannschaft hochmotiviert in die Begegnung, denn ein Sieg hätte weiterhin die Chance auf Platz 14 erhalten und damit die eventuellen Relegationsspiele gegen den 14. der Oberliga Süd.
FC Anker verlor gestern gegen Ludwigsfelde 4:1
Allerdings bekamen die Hoffnungen der Hansestädter bereits in der 7. Minute einen herben Dämpfer. Nach einer Flanke von rechts kam Roman Prokoph vor dem herauslaufenden Laszlo Zsigry an das Leder und schob die Kugel ins lange Eck. Doch dieser Rückschlag stachelte die Gäste weiter an und Ante Simunac nutzte einen Abwehrfehler zum Ausgleich (17.). Danach die beste Phase der Hansestädter mit einem Freistoß von Ante Simunac, den Freund und Feind verpassten. Wie aus heiterem Himmel dann die erneute Führung der Hausherren. Minja Radovic stoppte eine Flanke der Gastgeber mit der Hand. Den anschließenden Freistoß von Robert Fiedler wurde von der Ankerabwehr so unglücklich abgefälscht, dass Laszlo Zsigry die Kugel nur noch mit einem Reflex abwehren konnte, doch der Ball landete direkt vor den Füßen von Prokoph. Und der nutzte diesen Abpraller und vollendete zum 2:1-Pausenstand.
Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gastgeber das Tempo und kamen einige Male gefährlich vor das Ankertor, nutzten ihre Chancen aber nicht. Dafür half der Unparteiische dann aber entscheidend beim Treffer zum 3:1-Zwischenstand mit. Der Ukrainer Sergej Alter setzte sich auf der linken Seite durch, stürmte in den Strafraum und ließ sich beim Abwehrversuch von Zsigry so geschickt fallen, dass der Schieri auf diese klare Schwalbe hereinfiel und auf den Elfmeterpunkt zeigte. Diese Chance ließ sich Kapitän Maik Eidtner nehmen und verwandelte sicher. Dieses Tor brach den Hansestädtern endgültig das Genick. Zehn Minuten später erzielte Prokoph nach einem tollen Angriff über die rechte, Cami war bis zur Grundline durchgebrochen, mit seinem dritten Treffer den 4:1-Endstand.
„Zwar ist theoretisch rechnerisch noch alles möglich, den 14. Tabellenplatz zu erreichen, da Neustrelitz und Eberswalde auch verloren, doch mit der Leistung von heute wird das sehr, sehr schwer,“ so Ankertrainer Catic nach dem Spiel. Auch Abwehrspieler David Rosinski war nach er klaren Niederlage verärgert. „Im Angriff haben wir einfach zu wenig gemacht. Die Ludwigsfelder waren auch keine Übermannschaft. Mit voller Kapelle hätten wir diesen LFC durchaus packen können.“
B. Knothe




