Oberliga - 20.Spieltag: Berliner AK 07 - FC Anker Wismar 3:1 (2:0)
14.02.2005
Der FC Anker Wismar hat auch das fünfte Spiel in Folge verloren. Beim Berliner AK 07 setzte es am Sonnabend eine 1:3-Niederlage. Die Hansestädter waren am Sonnabend in die Bundeshauptstadt gefahren, um zumindest einen Punkt wieder mitzunehmen. Dazu hatte das Trainerduo der Wismarer Elf, Axel Rietentiet und Manfred Körner, das namenmäßig beste Aufgebot seit vielen Monaten beisammen.
Erste Halbzeit verschlafen
Neuzugang Sebastian Mahnke war einsatzfähig, der langzeitverletzte Stephan Müller stand zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf, Andre' Hildebrandt und Philipp Aldinger hatten ihre Verletzungen ebenfalls auskuriert. Gegenüber dem Aufgebot der Vorwoche fehlten Mario Peter (5. gelbe Karte) und Marcel Prehn (Knieverletzung). Das hatte Ankertrainer Axel Rietentiet schon im Vorfeld dazu bewogen zu sagen, dass er auch auf dem Platz endlich wieder Punkte einfahren möchte und nicht nur am „grünen Tisch“.
Vor der Pause müssen ihm dann aber die Haare zu Berge gestanden haben, denn die Wismarer konnten sich auf dem Kunstrasenplatz an der Lüderitzer Straße nicht eine einzige Chance erarbeiten!. „Diese erste Hälfte war grottenschlecht. Ich bin maßlos enttäuscht, vor allem über die Leistungsträger der Mannschaft“, war auch Anker-Vizepräsident Wilfried Firgt sauer über die Vorstellung des Ankerteams. Die Platzherren machten auf dem Kunstrasenplatz in der Startviertelstunde viel Druck, die Wismarer Hintermannschaft hatte mit den schnellen BAK-Spielern ihre liebe Mühe und Not. In der 14. Minute führte ein schneller Angriff über die rechte Seite dann auch zur Führung durch Engin Okatan. „Ein toller Angriff, besser kann man es kaum machen“, schwärmte BAK-Trainer Volkan Uluc später in der Pressekonferenz. Obwohl sich dann der FC Anker etwas Luft verschaffte, gab es erneut einen Schnitzer in der Abwehr. Die Hausherren ließen sich nicht zweimal bitten und erhöhten durch Sascha Kadow auf 2:0, das war gleichzeitig der Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel wachten die Hansestädter dann endgültig auf und Neuzugang Sebastian Mahnke schloss den besten Angriff des FC Anker in der 56. Minute mit dem Anschlusstreffer ab. Nach einem Angriff über links hatte Daniel Köhn gefährlich nach innen geflankt, Mahnke die Kugel direkt angenommen und unter die Latte geschmettert. Allerdings dauerte die Hoffnung auf einen Punktgewinn nur sieben Minuten, denn nach einer umstrittenen Freistoßsituation konterten die Gastgeber über ihre linke Angriffsseite, die Flanke von Jonas Weidner hämmerte Sascha Kadow unter die Latte. Die Wismarer bemühten sich trotzdem weiter und wurden in der Schlussphase dann aber noch zweimal durch sehr umstrittene Abseitsentscheidungen aus dem Lauf gebracht.
„Die zweite Halbzeit hat mir aber Mut gemacht für die nächsten Aufgaben. Nach den vielen Verletzungen konnte nicht schon alles rund laufen. Wenn die Mannschaft jetzt in dieser Zusammensetzung von weiteren Hiobsbotschaften verschont bleibt, werden wir unsere notwendigen Punkte auch holen“, so Anker-Trainer Rietentiet nach dem Spiel.




