Oberliga - 19.Spieltag: FC Anker Wismar - TSG Neustrelitz 0:1 (0:1)
06.02.2005
Der FC Anker Wismar hat seine Fans erneut enttäuscht. Im ersten Heimspiel der Rückrunde setzte es eine unnötige 0:1-Niederlage gegen die TSG Neustrelitz. Allerdings gingen die Anfeindungen gegen das Trainerteam teilweise unter die Gürtellinie, sollte mancher sogenannter Fan daran denken, dass die Oberliga in Wismar kein Profisport ist. Denn zumindest in der ersten Halbzeit hatten die Platzherren mehr vom Spiel, ohne sich allerdings klare Chancen zu erarbeiten.
FC Anker Wismar enttäuschte seine Fans erneut
Die beste Möglichkeit zu Führungstreffer hatten die Gastgeber in der 28. und 29. Minute. Zuerst landete ein Freistoß von Daniel Köhn auf dem Tornetz der Neustrelitzer, eine Minute später landete der Kopfball von Dirk Taflo nach einem von Köhn scharf nach innen geschlagenen Freistoß Dirk Taflo genau in den Armen von Torhüter Christian Doss. Insgesamt dominierte beide Abwehrreihen, Gefahr entstand auf beiden Seiten fast nur durch Standardsituationen. In der 44. Minute wurde der Spielverlauf dann völlig auf den Kopf gestellt. Rene Ratke vertändelte im Mittelfeld den Ball, die Gäste starteten einen schnellen Konter und die Eingabe von Christian Urgast versenkte Reno Zelm im Kasten der Ankercrew. „Ihr müsst euch schämen, gegen diese bisher nur schwach aufspielende Neustrelitzer Elf zurück zu liegen. Das Tor ist praktisch aus dem Nichts entstanden“, giftete Ankertrainer Axel Rietentiet in der Pause.
In der zweiten Halbzeit fehlte dann der faden bei den Gastgebern noch mehr, wirkten sie noch mehr verunsichert. Ratke, Goebel und Maaßen fanden kaum Bindung in das Spiel, Fehlabspiele ließen zudem keinen Spielfluss in den Ankerreihen aufkommen. Der eingewechselte Thomas Haese, er plagte sich in den letzten Tagen mit einer Grippe und konnte so nicht von Beginn an spielen, rutschte in der 69. dann an einer gefährlichen Eingabe von Maaßen vorbei, praktisch die letzte klare Chance der Gastgeber. Ein Lichtblick, wenn auch (noch) nicht spielentscheidend war vielleicht die Tatsache, dass Stephan Müller nach seinem Kreuzbandriss im August seinen ersten Spieleinsatz hatte. „Ich werde ihn ganz sachte aufbauen, denn er kann für uns im Mittelfeld enorm wichtig werden“, freute sich Rietentiet über das Comeback seines Mittelfeldspielers.
„Ich will diese Niederlage gar nicht an den vielen verletzten Spielern festmachen. Wir konnten uns nach der Pause nicht steigern, wurden nach dem Rückstand eher noch schwächer. Die elf, die auflaufen müssen sich zerreißen, dass war heute aber kaum zu erkennen“, sagte Trainer Axel Rietentiet nach dem Spiel verärgert.




