Oberliga - 18.Spieltag: FC Energie Cottbus (A) - FC Anker Wismar 5:0 (5:0)

30.01.2005

Nach dem 1:5 beim letzten Testspiel in Bentwisch musste der FC Anker Wismar auch beim 0:5-Rückrundenauftak bei den Cottbusser Amateuren eine herbe Klatsche einstecken. Diese Ankerelf, die in dieser Besetzung und mit dieser taktischen Aufstellung (u.a. Marcel Prehn als Manndecker) sicher nie wieder auflaufen wird, wurde vor allem in der ersten Halbzeit mächtig durcheinandergewirbelt.

Minikader wurde vor der Pause mächtig durchgerüttelt

Die Energieelf, die nach Aussagen von Trainer Detlef Ullrich, in Bestbesetzung aufgelaufen war, u.a. mit den Lizenzspielern Toni Lempke und Lars Jungnickel, stürzte die umformierte Hintermannschaft vor der Pause von einer Verlegenheit in die andere. „Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Andre Hildebrandt und Neuzugang Sebastian Mahnke, der Sperre von Daniel Köhn, dem arbeitsbedingten Fehlen von Mario Peter kam am Freitag abend noch die Hiobsbotschaft von Tino Goebel dazu, der auf Grund eines Magen-Darm-Infektes passen musste. Unsere Nachwuchsspieler dagegen zogen es vor in den Winterurlaub zu fahren, obwohl ihnen angeboten worden war, dass sie nach dem Spiel jede Unterstützung bekommen hätten, um ihren Urlaub etwas verspätet anzutreten.

Natürlich kamen auch unsere eigenen Fehler dazu, mit denen wir den Energie-Nachwuchs praktisch auch noch zum Toreschießen einluden. Als es nach knapp vierzig Minuten bereits 5:0 stand, hat es mir aber auch die Sprache verschlagen“, so Anker-Trainer Axel Rietentiet. Seine Worte in der Kabine haben dann aber die erhoffte Wirkung gezeigt, denn nach dem Wechsel haben die Hansestädter eine insgesamt recht ordentliche Leistung gezeigt und sich selbst einige Chancen erarbeitet. So musste Energie-Keeper Norman Teichmann in der 59. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen Distanzschuss von Enrico Maaßen aus dem rechten oberen Eck „zu kratzen“. Der Ehrentreffer der Hansestädter durch ein Tor von Rene Ratke aus der 75. Minute zählte dann aber auf Grund einer angeblichen Abseitsstellung nicht.

„Ein Lob muss ich Libero Mamadou Diallo aussprechen, denn er bot auf dem für ihn ungewohnten knöcheltiefem Schneeboden eine solide Partie. Für meine Elf gab es an diesem Tag nichts zu holen. Wir wußten, dass wir mit unserem Rumpfkader nur achtbar abschneiden konnten. Da ist uns aber nicht ganz gelungen. Ich hoffe, dass sich unsere dünne Personaldecke in den nächsten Wochen aber wieder stabilisiert und wir die wichtigen Partien gegen unsere unmittelbaren Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt holen könne“, so Rietentiet. „Auch Mannschaftskapitän Philipp Aldinger sah es so. „Gegen diese Cottbusser Elf könnten wir nur gut aussehen, wenn wir in Bestbesetzung und in Topp-Form aufgelaufen wären, und die Gastgeber einen mäßigen Tag erwischt hätten. So waren die Jungprofis einfach eine Nummer zu groß für uns“, sagte Aldinger.

FC Anker mit: Trommer – Diallo – Prehn, Klann – Aldinger, Rosinski, Haese, Taflo, Wagenhausen (71. Gieseler), - Maaßen, Ratke.