Oberliga - 15. Spieltag:
Türkiyemspor Berlin - FC Anker Wismar 2:0 (1:0)
05.12.2005
Die Hansestädter bleiben auch nach dem 0:2 im achten Auswärtsspiel sieglos und konnten den erhofften Befreiungsschlag nicht landen. Nach der 0:2-Niederlage bei Türkieyemspor Berlin liegt der FC Anker Wismar mit vier Punkten Rückstand auf einem Nichtabstiegsplatz vor der Mannschaft aus Falkensee/Finkenkrug auf dem 15. Tabellenplatz. Dabei tat diese Niederlage nach dem Spielverlauf absolut nicht nötig, denn die Ankerelf war zumindest gleichwertig. Bereits in der vierten Minute starteten die Gäste einen gefährlichen Angriff, doch ein Knaller von Josko Goreta von der halblinken Seite klatschte ans Lattenkreuz des Berliner Tores.
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Schwalbe führte zum Elfmeter gegen Anker
Die erste gefährliche Chance für die Berliner ergab sich in der zehnten Minute, als Aydogdu von links am langen Pfosten vorbei schoss. Doch die Gäste stürmten munter weiter und kamen immer besser ins Spiel. So bot sich für Sebastian Mahnke nach einem Flankenwechsel eine Möglichkeit, als er am langen Pfosten stehend den Ball nicht richtig traf. Nach knapp einer halben Stunde dann die größte Chance der Kreuzberger, als die Ankerabwehr die Kugel nicht aus der Gefahrenzone herausbrachte, aber der Schuss von Aydogdu am Ende abgeblockt werden konnte. In der 38. Minute lag dann der Torschrei bereits auf den Lippen der Ankerspieler und den mitgereisten Fans. Florian Zysk hatte sich toll bis zur Grundlinie durchgesetzt, nach innen geflankt, doch Sebastian Mahnke traf die Kugel nicht richtig, so dass Dame im Tor der Hauptstädter keine Mühe hatte. In der 44. Minute wurde dann die gute Mannschaftsleistung der Hansestädter mit einem Pfiff von Schiedsrichter Marcel Unger (Nordhausen) zunichte gemacht. Bei einer hohen Freistoßflanke fiel Cemil Mensi bühnenreif und bekam so den erhofften Strafstoß, den Fatih Aslan sicher verwandelte.
In der Halbzeitpause munterte der Ankertrainer Enver Alisic seine Elf trotz des Rückstandes noch einmal auf. Und die zeigte ihren Siegeswillen. Danach bestimmte die Ankermannschaft die Partie. Doch an der Strafraumgrenze waren die Hansestädter dann mit ihrem Latein am Ende. Das bestraften die Berliner Spieler dann eiskalt. Als sie einen Angriff der Gäste abgeblockt hatten, starteten sie einen gefährlichen Konter. Mensi erlief sich einen langen Pass, leider wurde sein Schuss noch so unglücklich abgefälscht. Der Ball schlug im langen Eck ein. Zwar hatte Sebastian Mahnke in den letzten Minuten noch zwei gute Möglichkeiten, aber das Tor der Platzherren blieb wie vernagelt. „Fußball kann so ungerecht sein, denn zumindest einen Punkt hatten wir uns verdient. Spielerisch waren wir heute noch besser als gegen den BFC Dynamo, aber letztlich zählen nur die Tore, und die haben wir heute wieder trotz vieler guter Angriffe nicht geschossen. Wir waren fast die gesamte zweite Halbzeit in der gegnerischen Hälfte, aber die optische Überlegenheit alleine reicht eben nicht zum Punkten. Trotz der Niederlage bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, aus der Thomas Kählert, Sebastian Peters und Steve Ridder noch hervorstachen", so der Anker-Trainer nach dem Spiel.
Andreas Kirsch




