Oberliga - 14. Spieltag: FC Anker Wismar - FSV Optik Rathenow 2:0 (0:0)

22.11.2004

Auf Kunstrasen feierte der FC Anker Wismar mit einem überzeugenden 2:0 (0:0) gegen den FSV Optik Rathenow den ersten Heimsieg seit zwei Monaten. Einer für alle und alle für einen. „Wie Musketiere müsst ihr sein!“, spornte Anker-Trainer Axel Rietentiet seine Mannschaft vor der Partie gegen Optik Rathenow an. Mit beeindruckender mannschaftlicher Geschlossenheit setzten die Weiß-Roten diese Maßgabe von der ersten Minute an um.

Elf starke „Musketiere“ besiegen Rathenow

Allerdings fiel beiden Teams vor rund 200 Zuschauern die Umgewöhnung auf den Kunstrasenplatz nicht leicht: das Kurt-Bürger-Stadion war von der Stadt Wismar kurzfristig wegen widriger Platzverhältnisse gesperrt worden. So war die erste Viertelstunde von gegenseitigem Abtasten geprägt, bis Enrico Maaßens abgeblockter Schuss (17.) die frierenden Zuschauer erwärmte. Nach einer halben Stunde sorgte Rene Ratke für den ersten Jubelschrei der Anker-Anhänger. Den beendete Schiedsrichter Stefan Paffrath jedoch schnell: Wismars Nummer 21 hatte aus dem Abseits den Ball über die Torlinie bugsiert. Kurz vor dem Halbzeitpfiff meldete sich Optik Rathenow zu Wort, als der per Kopf verlängerte Freistoß von Routinier Guido Block erstmals Matthias Trommer prüfte.

In der Halbzeitpause erholten sich die Zuschauer mit Glühwein von der Eiseskälte, während beide Teams in zwei beheizten Bussen des Entsorgungs- und Verkehrsbetriebs Wismar unterkamen. „Herzlichen Dank für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“, lobte Ankers Vizepräsident Wilfried Firgt die Unterstützung durch den EVB. Nach der Erwärmungspause legte der FC Anker jegliche Zurückhaltung ab. Der erste Dolchstoß der engagierten Wismeraner „Musketiere“ traf die Havelländer in der 49. Minute durch Enrico Maaßen. Der Stürmer wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze zum 1:0 in die Maschen. In der 56. Minute stießen die Weiß-Roten nach einem sehenswerten Spielzug erneut zu. Maaßen passte zentral zum rechts postierten Thomas Haese, der den Ball klug zum startenden Rene Ratke wieder in die Mitte leitete. Letzterer setzte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 2:0 ins linke Dreiangel. Auch nach der beruhigenden Führung ließen die Wismarer nicht locker und verfehlten durch den starken Enrico Maaßen (60.) und durch Rene Ratke (68.) nur knapp das 3:0. Der FC Anker trat bis zum Schlusspfiff kompakt, einsatz- und zuweilen sogar spielfreudig auf. Optik Rathenow fehlte dagegen der Biss in den Zweikämpfen und die Übersicht.

Nach der Partie klang das Fazit des Rathenower Trainers Ingo Kahlisch dementsprechend bitter: „Ich bin enttäuscht von der Einstellung der meisten Spieler. Wir haben viel zu wenig getan.“ Sein Wismarer Gegenüber, Axel Rietentiet, gab sich dagegen äußerst zufrieden: „Ich bin sehr glücklich. Meine Spieler haben begriffen, worum es in dieser Liga geht.“ Füreinander einstehen – das Motto ihres „Lehrmeisters“ Rietentiet hatten die weiß-roten „Musketiere“ am Samstag vollkommen verinnerlicht.

FC Anker Wismar mit: Trommer – Goebel – Diallo, Klann – Aldinger, Hildebrandt, Haese (85. Taflo), Köhn (86. Sperling), Prehn – Ratke (77. Priebe), Maaßen.

Tore: 1:0 (52.) Enrico Maaßen (Flachschuss von rechts ins kurze Eck), 2:0 (60.) Rene Ratke (nach einer tollen Kombination über Maaßen und Haese)