Oberliga - 12. Spieltag: FC Anker Wismar - SV Yesilyurt 73 0:5 (0:2)
08.11.2004
Der FC Anker steckt in einer Formkrise. Gegen die ambitionierten Gäste vom SV Yesilyurt 73 setzte es auf eigenem Platz eine herbe 0:5-Klatsche. Die Niederlage gegen den Staffelmitfavoriten tat deshalb besonders weh, da die Gastgeber in keiner Phase des Spiels eine ernsthafte Siegchance hatten und vor allem in der Abwehr überfordert wirkten.
FC Anker auf eigenem Platz deklassiert
"Wir stehen einfach zu weit von unseren Gegenspielern weg und haben momentan auch nicht die Klasse, um uns entscheidend durchzusetzen. Hier müssen wir schnell wieder zu unserer Form finden, sonst sieht es nicht gut aus für uns. Auch ich kam heute nicht so zum Zuge, wie ich es mir vorstelle. Auch ich konnte heute mein Leistungs- potential nicht ganz abrufen, ich war aber auch durch die schnelle, aber auch ungerecht- fertigte, gelbe Karte in der Anfangsphase zu mehr Zurückhaltung gezwungen. Schade, dass mein Schuss kurz vor der Pause nicht ins Schwarze getroffen hat, sonst wären wir vielleicht nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel gekommen", sagte Mittelfeldspieler Daniel Köhn nach seiner Auswechslung.
Die Gäste präsentierten sich von Beginn an als das überlegenere Team, doch bis zur 31. Minute stand die Hintermannschaft der Platzherren recht sicher. Eine Chance für Cem Efe, der aus zehn Metern die Kugel neben das Gehäuse setzte war die beste Chance der Berliner. Zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt dann das 0:2, als Porcnic sich an der Grundlinie durchsetzte, der Ahmetcik bediente und der Trommer mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance ließ.
Wie in der Vorwoche fiel auch diesmal nach dem 0:3 die Moral der Gastgeber ziemlich ab. Ein einziger Lichtblick war der Sololauf von Tino Goebel in der 75. Minute, als sein Knaller nur an den Pfosten ging. Wie clever dagegen die Gdste agierten, zeigte die Tatsache, dass sie den abprallenden Ball zu einem blitzschnellen Konter nutzten und Cem Efe im Strafraum nur noch unfair gestoppt werden konnte. Der Gefoulte zeigte sich dann auch bei der Verwandlung des Strafstoßes eiskalt. Obwohl es bei fünf Toren sicher erstaunlich klingt, ein starker Mathias Trommer im Tor verhinderte eine noch höhere Niederlage.
Überhaupt nicht eiskalt zeigte sich Trainer Axel Rietentiet bei der anschließenden Pressekonferenz. Ihm lief es nach diesem Spiel eher eiskalt den Rücken herunter. "Einige Leistungsträger stecken derzeit in einem tiefen Leistungsloch, dass können wir nicht kompensieren. Ich hatte nach dem derben 1:6 in Berlin auf eine Trotzreaktion meiner Mannschaft gehofft, sie hat aber die gleichen Fehler gemacht, die der SV Yesilyurt eiskalt ausgenutzt hat. Meine Spieler brauchen vor den beiden ndchsten Spielen jetzt unbedingt neues Selbstvertrauen, denn die Partien bei den Reinickendorfer Füchsen und gegen Rathenow sind für uns enorm wichtig. Ich hoffe, dass die Mannschaft an den zwei folgenden freien Tagen ihren Kopf frei bekommt, und sich ab Mittwoch mit neuem Elan auf diese schweren Spiele gut vorbereitet", so Trainer Axel Rietentiet.




