Oberliga - 12. Spieltag: FC Anker Wismar - Berliner AK 07 1:3 (0:0)

07.11.2005


Nach 1:0-Führung musste der FC Anker Wismar gestern noch eine 1:3- Niederlage einstecken. Goreta traf für die Gastgeber. Kählert gab sein Oberliga-Debüt. Im Sturzflug nähert sich der FC Anker Wismar den Abstiegsplätzen. Nur ein Punkt steht aus den letzten vier Begegnungen zu Buche. Mit dem gestrigen 1:3 gegen den Berliner AK haben die Wismarer nun schon zwei Heimspiele in Folge verloren. Beim FC Anker wissen nun alle, dass es auch im dritten Oberliga-Jahr nur noch um den Klassenerhalt gehen kann.

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Knockout innerhalb von sieben Minuten

Dabei hatte es zwischenzeitlich so gut ausgesehen. Nachdem Josko Goreta ein Missverständnis zwischen dem Berliner Torhüter und seinem Libero schlitzohrig zur Führung genutzt hatte, bejubelten die Wismarer Anhänger die glückliche Führung. Damit verband sich die Hoffnung auf zumindest einen wertvollen Zähler. Doch wie schon in den Heimpartien gegen Torgelow (3:4) und Rostock (1:4) konnten die Alisic-Schützlinge die Führung nicht in Punkte ummünzen. „Wir haben insgesamt zu wenig nach vorne gemacht. Das rächte sich dann wieder einmal“, erklärte ein niedergeschlagener Mannschaftskapitän David Rosinski.

Der Knockout für Wismar kam innerhalb von sieben Minuten zustande. Eine Dreier-Abwehrkette, die in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte, wehrte sich beherzt gegen den Berliner Druck. Nach dem Führungstreffer hielt die Anker-Hintermannschaft den Offensivbemühungen des BAK nicht mehr stand. Die Abseitsfalle – aus Sicht von Trainer Enver Alisic „das einzige Mittel, mit dem wir heute hätten bestehen können“ – schnappte zweimal nicht zu.

Erstmals im Oberliga-Dress lief Thomas Kählert auf. Alisic hatte den Verteidiger aus der Reserve überraschend in seinen Kader befördert. Er machte seine Sache überdurchschnittlich gut: „Ich habe bisher kaum beim Oberliga-Team mittrainiert. Mein Eindruck ist aber, dass wir eine intakte Mannschaft sind.“ Ungetrübte Freude gab es allerdings auch nicht bei den Gästen. Kadow, den BAK-Trainer Christian Backs als seinen „wichtigsten Stürmer“ bezeichnet, verletzte sich schwer. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Ankers Abwehrchef Gal musste Kadow mit Verdacht auf Kiefer- oder Jochbeinbruch ins Schweriner Krankenhaus eingeliefert werden. Mit einem Sieg beim nächsten Oberliga-Gegner Tennis Borusia Berlin könnten die Hansestädter sich wieder Luft im Abstiegskampf verschaffen und den Sturzflug beenden.

Das Anker-Aufgebot: Köhlmann – Bohnet, Gal, Kählert – Rosinski, Goebel, Laschkowski (82. Düsing), Donner – Ridder (75. Wenzel), Weidemann (58. Peters) – Goreta.

Das BAK-Aufgebot: Greil – Scheinhardt (74. Aydin) – Dogan, Antons – Jacobsen, Karahan, Sliscovic, Keser – Özvatan (82. Görgen) – Kadow (66. Okatan), Rogoli.

Schiedsrichterin: Müller (Stendal)

Tore: 1:0 Goreta (60.), 1:1 Karahan (73.), 1:2 Karahan (77.), 1:3 Jacobsen (80.).

Zuschauer: 225.

Robert Schwarz