Neuruppin und Anker spielen auf Sieg
12.08.2005
Morgen empfängt Oberliga-Vizemeister MSV Neuruppin den FC Anker Wismar. Während Gäste-Trainer Alisic weiter auf vier Akteure verzichten muss, warnt MSV-Coach Schreier seine Spieler davor, schon jetzt an Bayern München zu denken. Welcher Oberliga-Spieler träumt nicht von einem Spiel gegen den deutschen Rekordmeister? Brandenburgs Landespokalsieger MSV Neuruppin trifft in der kommenden Woche im Berliner Olympiastadion in der ersten DFB-Pokalrunde auf den FC Bayern München. Doch bevor der Deutsche Meister kommt, empfangen die Schützlinge von Christian Schreier den FC Anker Wismar zum zweiten Spieltag der Oberliga (Anpfiff am Sonnabend um 14 Uhr).
Und darauf, nur darauf legt Schreier im Moment wert. „Auf Bayern bereiten wir uns in der nächsten Woche vor. Denn gegen Anker erwartet uns ein schwieriges Spiel. Nur wenn wir gewinnen, können wir von einem guten Start sprechen“, betont der Fußball-Lehrer, der von Juli 2003 bis November 2004 Trainer des FC Schönberg war. Schreier ist überzeugt davon, dass er den Kopf seiner Spieler für das Anker-Spiel frei bekommt.
Der Wismarer Coach Enver Alisic glaubt nicht, dass ihm das hundertprozentig gelingen wird: „Der Trainer kann das zwar beeinflussen. Es wird sich aber nicht vermeiden lassen, dass seine Spieler an Bayern denken.“ Einen Vorteil für Wismar kann der 58-Jährige daraus trotzdem nicht ableiten. Als Heimmannschaft sei Neuruppin in der Oberliga immer Favorit. Vielmehr komme es darauf an, dass Anker taktisch disziplinierter spiele. „Am Ende entscheidet die Tagesform.“
Gestern Nachmittag wurde indes eine weitere Personalentscheidung bekannt. Der 23-jährige Offensivspieler Sebastian Mahnke bleibt nach wochenlangem Vertragspoker für mindestens ein weiteres Jahr in Wismar. „Wir haben uns bewusst für Wismar und gegen einen süddeutschen Drittligisten entschieden“, teilte Mahnkes Berater Volker Borchardt mit.
Schlechte Nachrichten erreichten den Verein über die drei Kroaten Buljanovic, Goreta und Harmat: Sie warten weiter auf ihre Spielergenehmigungen. Die Zuversicht lässt sich Enver Alisic deshalb nicht nehmen. Er geht davon aus, dass die zuständigen Stellen in nächster Zeit die Genehmigungen erteilen werden. Auch ohne die drei Kroaten und den Ungarn Gal, dessen Sperrfrist am 28. August ausläuft, hält Alisic einen weiteren Erfolg nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen Motor Eberswalde für möglich. „Wir setzen voll auf Offensive, noch mehr als beim ersten Heimspiel. Ich werde drei Stürmer bringen“, kündigt der Anker-Trainer an. Für ihn sind die beiden Auswärtspartien morgen in Neuruppin und eine Woche später bei Aufsteiger SV Falkensee/Finkenkrug (20. August) keine Bürde. Im Gegenteil: „Ich betrachte das als Glück für uns. In diesen Spielen können wir uns festigen und unsere Nervosität ablegen.“




