Nächstes „Endspiel“ gegen Tennis Borussia
05.05.2006
Der FC Anker Wismar will einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt tun. Am Sonntag ist Tennis Borussia Berlin zu Gast in der Hansestadt. 1. FC Union Berlin war vorgestern. Die nächste Aufgabe heißt Tennis Borussia Berlin. Bereits am Sonntag um 14 Uhr steht für den FC Anker Wismar das nächste „Endspiel“ im Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm. Der 1:0-Überraschungssieg der Hanseaten gegen den haushohen Favoriten 1. FC Union Berlin ist nach Ansicht von Anker-Trainer Bego Catic abgehakt: „Wir laufen jetzt nicht hochnäsig herum. Wir bleiben am Boden und wissen, dass ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet.“
Der Tabellensechste aus Berlin befindet sich seit Wochen in bestechender Form. Drei der letzten vier Spiele gewannen die Tennis Borussen. Unter anderem schlugen sie mit dem MSV Neuruppin und dem SV Babelsberg zwei Mannschaften aus dem Spitztentrio. Nur beim Berliner AK mussten die Berliner am Mittwoch eine Niederlage einstecken. Dort hatte Trainer Dejan Raickovic fünf Stammspieler wegen der großen Belastungen mehrerer „englischer Wochen“ geschont. Gegen Wismar werden sie wieder dabei sein. „Die Jungs brauchten einfach eine Pause. Jetzt sind sie topfit. Bei Anker werden wir mit unserer besten Mannschaft auflaufen“, verspricht der TeBe-Coach, der im Zusammenhang mit dem Anker-Sieg gegen Union von einer „Riesen-Überraschung“ spricht. Einzig Kapitän Stephan Schmidt, der gegen den BAK die gelb-rote Karte sah, fällt bei TeBe aus.
Beim FC Anker Wismar, der sein fünftes Oberliga-Spiel in 15 Tagen absolvieren muss, hat man diese Möglichkeiten nicht. Der kleine Kader zwingt den Trainerstab dazu, die Stammkräfte einer hohen Belastung auszusetzen. „Leider sind wir nicht mehr bei 100 Prozent der normalen Kraft. Mit einem schnellen Tor gegen TeBe wäre uns sehr geholfen“, weiß Bego Catic, dem alle Akteure einschließlich dem zuletzt gelb-gesperrten Florian Zysk zur Verfügung stehen. Nichts wäre leichter, als den Defensivspieler Christian Donner von der ungewohnten Rolle als Stürmer zu befreien und ihn zurück in den Abwehrverbund zu beordern. Der Haken: Ausgerechnet Donner hatte das „goldene Tor“ gegen den 1. FC Union erzielt. Rückblickend kann Ankers Trainer über die kühne Maßnahme, Christian Donner im Angriff aufzustellen, nur schmunzeln. Catic erklärt die ungewöhnliche taktische Maßnahme so: „Wir hatten einfach keine andere Wahl!“
Für das vorletzte Heimspiel wünscht sich der FC Anker besondere Unterstützung von den Rängen. Nach der Wismarer Neun-Punkte-Woche glauben die Vereinsvertreter, ihre Marke von 500 Anker-Fans beim Union-Spiel am Mittwoch noch toppen zu können. Es war der höchste Wismarer Zuschaueranteil in dieser Saison. Die Hausherren, deren Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze noch fünf Punkte beträgt, wollen die Spannung bis zum letzten Spieltag halten - und dann den kaum mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt sichern.




