Nach drei Auftaktsiegen nun auf der Paulshöhe
28.08.2009
Der FC Anker Wismar steht morgen vor einer sehr kniffligen Auswärtsaufgabe, denn das Team wird um 15 Uhr vom FC Eintracht Schwerin erwartet. Die Begegnung auf der altehrwürdigen Schweriner Paulshöhe ist der Knüller des 4. Verbandsligaspieltages, treffen doch der Tabellensechste und der Tabellenzweite aufeinander. Zudem verspricht die Partie noch vielmehr Brisanz, denn mit den Brüdern Andre und Steffen Hildebrandt, Lars und Nils Kanter, Niels Laumann und Marcel Wulff stehen gleich sechs Ex-Schweriner im Kader der Hansestädter.
Die Elf aus der Landeshauptstadt hat sich von der 1:4-Auftaktniederlage beim Rostocker FC sehr gut erholt und im ersten Heimspiel der HSG Greifswald beim 3:0-Sieg keine Chance gelassen. Auch beim Aufsteiger in Graal-Müritz stand das Team von Trainer Jano Klempkow dicht vor einem Auswärtssieg. Am Ende trennten sich beide Mannschaften remis.
Im Zweikampf mit dem 1. FC Neubrandenburg können sich die Ankerspieler praktisch keinen Ausrutscher in Schwerin leisten. Am 12. September steigt dann bereits das Gipfeltreffen mit der Elf aus der Stadt der vier Tore in Wismar. „Ich habe mir die Partie der Schweriner in Graal-Müritz selbst angesehen und ihre Stärken, aber auch Schwächen gesehen. Am letzten Spieltag zu Hause gegen Malchin hat mich meine Mannschaft schon über weite Strecken überzeugen können und hat am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen. Kritikwürdig war nur das Abschlussverhalten, denn wir hätten deutlich mehr Tore erzielen müssen. Die Schweriner werden uns sicher nicht diese Räume geben, sodass wir bei der Chancenverwertung deutlich konzentrierter sein müssen", blickt Anker-Cheftrainer Timo Lange voraus.
Gegenüber der letzten Begegnung gegen den FSV Malchin kann Lange diesmal wieder aus dem Vollen schöpfen. Die Oberschenkelverletzungen von Andre Hildebrandt und Lars Kanter sind auskuriert. Beide haben diese Woche komplett trainiert. Wieder dabei ist in Schwerin auch Mittelfeldspieler David Rosinski, der am letzten Spieltag privat pausieren musste. Und auch Mannschaftskapitän Fabian Bröcker ist gesundheitlich wieder völlig hergestellt, nachdem er am letzten Wochenende mit Fieber aufgelaufen war. Bröcker ist nach dem dritten Spieltag der beste Torschütze der Hansestädter. Bisher traf er in jedem Spiel jeweils einmal. Die anderen Tore erzielten Steffen Seering, Mathias Schnöckel und Marcel Wulff. Dazu kommt ein Eigentor des Greifswalder SV 04. „Diese Ausgeglichenheit ist unsere Stärke. Die meisten Teams haben einen Goalgetter, bei uns geht die Torgefahr von deutlich mehreren Spielern aus. Das macht uns nicht so leicht ausrechenbar", meint Timo Lange weiter.
Spitzenreiter Neubrandenburg stellt sich an diesem Wochenende erstmals seinem eigenen Publikum vor und erwartet dazu den Neuling aus Graal-Müritz. Mit siebzehn Treffern in den ersten drei Auswärtsspielen stellte die Elf von Trainer Jürgen Decker eine neue Bestmarke auf. Der FC Schönberg 95 als Tabellendritter reist zum Malchiner SV, zu dem Team, bei dem die Schönberger in der letzten Saison den Landesmeistertitel perfekt gemacht haben. In Waren kommt es zum Kellerderby zwischen dem SV Waren und dem Pasewalker FV.
von Andreas Kirsch (Ostsee-Zeitung)




