Marcel Heine wurde zum Matchwinner

11.09.2006

Der FC Anker Wismar hat auch sein drittes Heimspiel in der Verbandsliga erfolgreich absolviert und Bentwisch mit 2:1 bezwungen. Die Hausherren mussten lange zittern, bevor dieser Sieg perfekt war. Die Gäste waren als Mitfavorit im Kampf um den Oberligaaufstieg in die neue Verbandsligasaison gestartet. Gespickt mit regionalligaerfahrenen A-Junioren und routinierten Aktiven wie Helge Tews zählen die Bentwischer zu einem der spielstärkeren Teams der Liga.

 
FSV-Trainer Willy Lootz meinte aber auf der Pressekonferenz, keine Aufstiegsambitionen zu hegen. Ebenso direkt ließ er erkennen, dass er über den Spielausgang enttäuscht ist. „Wir sind mit der klaren Maßgabe nach Wismar gekommen, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Wir wollten offensiv agieren und den Gegner damit unter Druck setzen. Das ist uns zwar in der zweiten Halbzeit über weite Strecken gelungen, doch insgesamt fehlte uns die letzte Gefährlichkeit“, so Lootz. Natürlich hatte sein Team auch etwas Pech, denn bei einem Zweikampf in der Luft verletzte sich Sebastian Pröber und musste ausgewechselt werden. Zudem trafen die Gäste zweimal nur die Latte.

Die erste Chance im Spiel hatten aber die Gastgeber, denn nach einem schönen Pass von Florian Zysk auf Vladimir Zir ging dieser auf und davon, wurde aber zu weit nach rechts abgedrängt, sodass sein Schuss nicht im Kasten der Bentwischer landete. Aus einer Einzelaktion heraus dann die Führung der Hausherren. Nachdem Marcel Heine im Mittelfeld die Kugel bekommen hatte, dribbelte er in den Strafraum und ließ Daniel Wegner im Bentwischer Tor keine Abwehrchance. Kurz vor der Pause noch zwei Riesenchancen, verteilt auf beiden Seiten. Sowohl Maik Kerinn nach Zuspiel von Zysk als auch Martin Becker scheiterten mit ihren Schlenzern über die Torhüter knapp.

Die zweite Halbzeit begann aus Wismarer Sicht wie die Feuerwehr. Mit einem Traumtor ins rechte obere Eck sorgte Marcel Heine bereits in der 48. Minute für die scheinbar beruhigende 2:0-Führung. Doch weit gefehlt, denn dieses Tor beflügelte nur die Gäste. Lars Rother konnte per Kopf in der 56. Minute auf 1:2 verkürzen. In dieser Szene war von Abstimmung und Ordnung in der Hintermannschaft der Hausherren nichts zu sehen. Danach blieben die Gäste optisch das überlegene Team und versuchten immer wieder, mit hoch in den Strafraum geschlagenen Bällen die eigenen Stürmer zu finden. Doch Lukas Bednar stand sehr sicher und konnte manchen Fehler seiner Vorderleute ausbügeln. Chancen für die Ankerelf boten sich durch Konterangriffe. Doch Florian Zysk, Vladimir Zir und Denny Jeske konnten nicht den erlösenden Treffer zum 3:1 setzen, sodass bis in die dreiminütige Nachspielzeit hinein der Sieg noch auf der Kippe stand.

„Wir haben heute einige Fehler gemacht, die wir sonst nicht gemacht haben. Zwei, drei Spieler haben nicht zu ihrer Normalform gefunden. Bei dieser jungen Mannschaft muss das aber entschuldigt werden, denn sie hat bis zum Schlusspfiff gekämpft und ist dafür belohnt worden. Wir werden weiter hart arbeiten, um diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen. Am nächsten Sonnabend beim Rostocker FC wird die Aufgabe nicht leichter“, so Ankertrainer Bego Catic.

FC Anker mit: Kawczynski - Disic, Körner, Bednar, Schnöckel - Zir ( 77. Martens), Kucera, Jeske, Heine - Zysk (74. Oldendorf), Kerinn (64. Kiel).