Mädchen und Jungen kickten beim ersten Kinderfest des FC Anker im Stadion

26.06.2006

Die Nachwuchsarbeit zu fördern und jungen talentierten Spielern eine sichere Zukunft im Verein zu geben, hat sich der FC Anker Wismar auf seine Fahnen geschrieben. Und das Konzept trägt bereits Früchte, wie die Saisonergebnisse der E- und F-Junioren sowie der Mädchenmannschaften zeigten. Um aber noch weitaus jüngere Kinder für den Ballsport zu begeistern, veranstaltete der größte Wismarer Fußballverein am Sonnabend erstmals ein großes Kinderfest auf dem Rasen des Kurt-Bürger-Stadions.

Wir haben 17 Kindergärten der Hansestadt sowie zwei aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg dazu eingeladen“, so Grit Louis, Direktionsassistentin des FC Anker, die auch die gesamte organisatorische Vorarbeit zu leisten hatte. Der Einladung waren sechs Kindergärten aus der Stadt sowie gleich zwei Mannschaften des „Mäkelborger Kinnergorden“ Dorf Mecklenburg gefolgt. So glich das Stadionrund einem großen Spiel- und Sportplatz für Jung und Alt. Natürlich stand der Fußball bei diesem Fest im Mittelpunkt. Als kleine Überraschung wurde dieser mit Blaulicht und einem echten Feuerwehrfahrzeug von den jungen Kameraden der Jugendfeuerwehr Friedenshof ins Stadion gebracht. Wie es bei einem Turnier üblich ist, gab es Vorrunden-, und Halbfinalspiele sowie ein spannendes Endspiel. Angefeuert von ihren Eltern gaben die Fünf- bis Siebenjährigen alles, kickten wie die Großen und brachten mit zum Teil sehr energischen und zielsicheren Schüssen nicht nur den gegnerischen Torwart, sondern auch die Trainer des FC Anker zum Staunen. „In einigen schlummert ein wirklich sehr gutes Potenzial“, urteilte auch Co-Trainer Jürgen Rohloff mit Kennerblick. Neben Fußball gab es Spaß und Spiel für die ganze Familie. Angefangen vom Sackhüpfen über ein Schubkarrenrennen, einem Eierlauf bis hin zum Ballzielwurf und dem Zielspritzen mit dem Feuerwehrschlauch war für jeden Geschmack etwas dabei. „Wir wollen damit auch die ganze Familie ansprechen“, so Anker-Vizepräsident Heiko Moll, der künftig solche Events regelmäßig veranstalten will. Und die bisherige Resonanz war sehr gut.

„Dieses Fest ist wirklich gelungen“, freuten sich auch Ex-Boxer Mirko Gaitzsch und Ehefrau Kathi, die allerdings bedauerten, dass ihr Kindergarten nicht mit dabei war. Das Finalspiel zwischen „Zwergenland“ und „Mäkelborg I“ war dann der eigentliche Knüller. „Zwergenland“-Torwart Tim Lukas Hartel (7) hatte bereits in den Vorspielen Nerven bewiesen und nur zwei Bälle ins Netz gelassen. Nach zehn Minuten standen dann auch die „Zwergenländer“ mit einem 3:0-Sieg als Erstplazierte fest, gefolgt von „Mäkelborg I“ auf Platz zwei, sowie dem „Spielhaus“ auf dem dritten Platz. Die weiteren Plätze belegten die Kindergärten „Sonnenschein“, „Brummkreisel“, Seebad Wendorf, „Mäkelborg II“ und „Plappersnut“. „Ich gratuliere allen Mannschaften und möchte mich zugleich auch bei die vielen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren bedanken, die dieses Fest erst ermöglicht haben“, so Heiko Moll abschließend.

D.Koch